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Sandsturm: Black Blizzards - als die ausgebeutete Erde die Menschen verschlang

Vor knapp 90 Jahren vernichteten Gier und Raubbau die Prärie in den USA. Als nach der Wirtschaftskrise noch eine Dürre folgte, nahmen die Stürmen den lebensspenden Boden mit sich fort. Sie türmten die Erde zu 3000 Meter hohen Staubwänden auf – den Black Blizzards.

Viele suchten in Kalifornien nach einem Neuanfang und landeten in Elendslagern.

Viele suchten in Kalifornien nach einem Neuanfang und landeten in Elendslagern.

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Black Blizzards – als die Erde in den Himmel stieg und die Menschen verschlang

Vor knapp 90 Jahren vernichteten Gier und Raubbau die Prärie in den USA. Als nach der Wirtschaftskrise noch eine Dürre folgte, türmten Stürme den lebensspendenen Boden zu bis zu 3000 Meter hohen Staubwänden auf – den Black Blizzards.

Am 15. April 1935 verschwand die Sonnenscheibe in Mental Floss vom Himmelszelt. Es wurde so dunkel, dass man seine Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte. Selbst in geschlossenen Räumen konnte man an dem "Black Sunday" niemanden im Raum sehen. 1000 Meilen war die Sturmfront lang. Sie ragte schwarz in die Himmel, so hoch wie ein Gebirge wälzte sich eine Wand aus Dreck mit sich. Ein Staub, der vor Kurzem noch fruchtbarer Ackerboden war und nun davongetragen wurde. Und mit ihm die Lebensgrundlage von Tausenden von Bauernfamilien.

Von Menschen gemachte Katastrophe

Diese Staubstürme, die Black Blizzards, gelten als einer der größten ökologischen Katastrophen, die Menschen je verursacht hatten. Auch wenn Trockenheit und natürliche Stürme mitwirkten, waren diese Stürme im Kern von Menschen gemacht. Und das geschah in kaum mehr als zehn Jahren. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die USA zum großen Getreideexporteur und füllten die Lücke aus, die das zaristische Russland hinterlassen hatten.

Vor dem Staub gab es kein Entrinnen.

Vor dem Staub gab es kein Entrinnen.

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Die Getreidepreise explodierten. Mit Landwirtschaft konnten auch kleine Leute auf einmal zu Geld kommen. Selbst mit einer kleinen Farm konnte man in den 1920ern mehr Geld machen, als der berühmteste Baseballspieler der Zeit, Babe Ruth, verdiente. Es begann ein Goldrausch für Getreide. Die massenhafte Einführung des Traktors ermöglichte es, die endlosen Prärien im Inneren des Landes in wenigen Jahren unterzupflügen und in Getreidefelder zu verwandeln. Zu der Zeit, als die Great Plains Mitte des 19. Jahrhunderts besiedelt wurden, war das Land mit Präriegras bedeckt. Es band Feuchtigkeit in der Erde und bedeckte den größten Teil des Bodens, das zähe Gras verhinderte, dass der Boden bei Trockenperioden weggeblasen wurde.

Diese Phase von Raubbau und Wohlstand endete abrupt 1929, als die Börsen am Black Friday zusammenbrachen. Eine weltweite Wirtschaftskrise setzte ein und die Getreidepreise fielen ins Bodenlose. Zu dem Zeitpunkt war der Boden bereits geschwächt. Das Präriegras, dessen Wurzeln den Boden über Jahrhunderte befestigt hatten, war ausgerottet. Die Böden waren ausgelaugt, die natürliche Vegetation verschwunden. Und dann begann 1930 eine elfjährige Dürreperiode und mit ihr die Zeit der "Black Blizzards". 1933 erlebte allein die Stadt Goodwill in Oklahoma 70 Stürme.

Kein Schutz vor dem Staub

Tiere warnten die Menschen, sie waren in der Lage, einen kommenden Sturm schneller zu bemerken. Farmer spannten Drähte, um in der absoluten Dunkelheit eines Sturms ins Haus zurückzukommen. Nur wenige starben direkt in einem Sturm. Doch die Erde, die die Farmer einst ernährt hatte, tötete sie und ihre Familien jetzt. Die Holzhäuser damals waren porös und hielten den feinen Staub nicht ab, den der Sturm mit mehr als 100 km/h gegen die Wände drückte. Die Lungen füllten sich mit Staub und feinen Kristallen, besonders Kleinkinder starben qualvoll an der Staublunge.

Floyd Coen erzählte dem "History Channel", wie er seine kleine Schwester verlor. "Sie war ein perfektes kleines Mädchen. Ich bin der einzige von uns Brüdern, der über sie sprechen kann, ohne zusammenzubrechen." Vier der Coen-Kinder, darunter auch Floyd, bekamen eine Staublunge, das Mädchen wurde nur zweieinhalb Jahre alt. "Damals starben vier Kinder in unserer Nachbarschaft."

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Kra
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.