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Biathlon: Greis wird Dritter in der Verfolgung

Erfolg für Biathlet Michael Greis: Zum Abschluss des Heimweltcups in Ruhpolding lief der beste deutsche Skijäger auf den dritten Platz. Der Schwede Björn Ferry gewann.

Michael Greis kommt seinem zwölften Weltcupsieg immer näher. Der Turin-Olympiasieger stürmte beim Heimweltcup in Ruhpolding zum zweiten Mal in dieser Saison auf das Podest. "Das war ein Superwettkampf", sagte der 34 Jahre alte Skijäger nach Rang drei hinter Olympiasieger Björn Ferry (Schweden) und Martin Fourcade (Frankreich). Dem Allgäuer fehlten im Verfolgungsrennen am Sonntag lediglich 6,9 Sekunden, um erstmals seit zwei Jahren wieder ein Biathlon-Rennen im Weltcup zu gewinnen. Trotzdem wurde er wie ein Sieger bejubelt.

"Es ist schön, wenn man die Begeisterung spürt. Das motiviert für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr", sagte Greis. Das gute Abschneiden der deutschen Skijäger über die 12,5 Kilometer bei der WM-Generalprobe komplettierten Christoph Stephan, der von 24 auf 9 vorlief, und Daniel Böhm auf Rang 15. Arnd Peiffer kam auf Platz 17.

Genau wie Ferry leistete sich auch Greis keinen Fehler am Schießstand, während der Zweitplatzierte Fourcade gleich zweimal in die Strafrunde musste. Hatte Greis beim Sprintsieg des ehemaligen Langlauf-Weltmeisters Lars Berger am Samstag mit einer Schnellfeuereinlage noch den Erfolg verspielt, ging er diesmal auf Nummer sicher. "Ich habe mir gedacht, wenn ich Null schieße, kann ich ganz vorne dabei sein."

Greis ging als Siebter ins Rennen


Vor 26.000 Zuschauern war Greis als Siebter mit einem Rückstand von 57 Sekunden auf Berger ins Verfolgungsrennen gestartet. Der Norweger verballerte den Sieg jedoch im letzten Stehendschießen. Und so nutzte Ferry seine Chance, der lange im Windschatten des Deutschen geblieben war. "Es war etwas schade, dass der Björn viereinhalb Runden hinter mir war und dann mit einem Zwischenspurt davongezogen ist", sagte Greis.

"Es war hart auf der letzten Runde, da habe ich keine Kraft mehr gehabt", sagte Greis. "Genauso Michi. Heut' zeigst Du es Ihnen", hatte Bundestrainer Fritz Fischer seinen Schützling vor dem letzten Anstieg aufgemuntert. "Ich habe mich ganz schön über den Berg rübergequält. Es war für mich wichtig, dass der Fritz mich noch einmal gepusht hat und ich den Vorsprung vor Tarjei Bö ins Ziel retten konnte", meinte Greis, der den Atem des Weltcup-Spitzenreiters spürte. Mit hauchdünnem Vorsprung rette er Platz drei vor dem Norweger.

Nun will Greis mehr: "Ich freue mich auf Antholz, da haben wir immer gutes Wetter. Und wenn Ski und Rodel gut ist, dann taugt mir das." Er wisse nun, dass er ganz vorne dabei sein kann. "Das ist wichtig für die Motivation."

Volker Gudrum/DPA / DPA

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