Boxen Arthur Abraham verteidigt WM-Titel


Bei seinem ersten Auftritt nach seinem berüchtigten "Blutkampf" hat Mittelgewichtsboxer Arthur Abraham seinen WM-Titel gegen den Kanadier Sebastien Demers gefahrlos verteidigt. Auch die 22 Schrauben in Abrahams Kiefer hielten.

Box-Weltmeister Arthur Abraham hat seinen seinen IBF-Titel im Mittelgewicht verteidigt. Der 27 Jahre alte Berliner bezwang Samstagnacht vor 6000 Zuschauern in Bamberg den Kanadier Sebastien Demers durch K.o. in der dritten Runde. Für den ungeschlagenen Schützling von Trainer Uli Wegner war dies der 23. Sieg in seiner Profi-Karriere. Herausforderer Demers kassierte in seinem 21. Profifight die erste Niederlage.

Abraham feierte acht Monate nach seinem in einem WM-Kampf gegen Edison Miranda (Kolumbien) erlittenen doppelten Kieferbruch eine erfolgreiche Rückkehr in den Ring. Dem gebürtigen Armenier waren in einer Operation zwei Titanplatten und 22 Schrauben in den Unterkiefer eingesetzt worden. Gegen Trainer Ulli Wegner und Ringarzt Walter Wagner gab es in der Folge Anzeigen, weil sie den schwer gezeichneten Abraham nicht aus dem Kampf genommen hatten.

Von den Nachwirkungen des schweren Eingriffes war bei Abrahams Comeback allerdings nichts zu spüren. In der dritten Runde deckte der Berliner seinen Kontrahenten mit einem Schlaghagel ein, so dass sein Gegner zu Boden musste. Der Ringrichter zählte Demers an und brach den Kampf danach ab.

In einem Rahmenkampf besiegte Cruisergewichtler Marco Huck (Bielefeld) in einem Ausscheidungskampf der IBF den Russen Wadim Tokarew nach Punkten (117:110, 117:110, 114:114). Der 22 Jahre alte Boxer aus dem Berliner Sauerland-Stall darf nun Weltmeister Krzysztof Wlodarczyk (Polen) herausfordern.

DPA DPA

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