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Eisschnelllauf: "So schnell war eine 45-Jährige noch nie": Pechstein läuft zum 32. Meistertitel

Ein souveräner Sieg: Rekordläuferin Claudia Pechstein hat bei den deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften einen Sieg eingefahren und ihren 32. Titel erkämpft. "So schnell war eine 45-Jährige noch nie", sagt sie stolz.

Eisschnelllauf: 45-jährige Pechstein erkämpft über 5000 Meter 32. Meister-Titel

5000 Meter in 7:01,17 Minuten - mit diesem Ergebnis ist die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein "sehr zufrieden" (Archivbild)

Claudia Pechstein hat am Sonntag ihren 32. Titel bei deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften erkämpft. Die 45 Jahre alte Berlinerin setzte sich in Inzell auf ihrer Spezialstrecke über 5000 Meter in 7:01,17 Minuten souverän vor Stephanie Beckert durch. Die Team-Olympiasiegerin aus Erfurt blieb in 7:09,55 Minuten trotz gerade erst überstandener Knieverletzung unter der Normzeit für die in zwei Wochen beginnende Weltcup-Serie.

"So schnell war eine 45-Jährige noch nie. Deshalb bin ich mit meinem Rennen sehr zufrieden", sagte Pechstein. Zuvor hatte die fünfmalige Olympiasiegerin in Inzell auch über 3000 Meter gewonnen und sich als Zweite über 1500 Meter gleichfalls für den Weltcup qualifiziert. "Ich wusste, dass ich auf den letzten Runden noch etwas zulegen kann. Der Plan ist aufgegangen", sagte die Hauptstädterin nach dem Rennen am vergangenen Samstag, die bei ihren siebten Winterspielen ihre zehnte Olympia-Medaille anstrebt.

Kritik von Claudia Pechstein vor Meisterschaften

Vor den deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften in Inzell gab es unter Top-Athleten Ärger, weil der Verband jahrelang ausgeschüttete Prämien eines japanischen Ausrüsters für WM-Erfolge nicht auszahlen will. In einem Brief des Präsidiums wurde den WM-Medaillengewinnern mitgeteilt, dass "diese Gelder für die Zukunftssicherung" eingesetzt werden sollen.
"Im Rahmen der Absicherung von zahlreichen Zahlungsverpflichtungen aus der Neuausrichtung des Verbandes" habe man sich so entschieden, heißt es in dem Schreiben.

"Jeder Mensch weiß: Leistung muss sich lohnen. Wenn die DESG meint, diesen Grundsatz aufheben zu müssen, dann sollte sie das kommunizieren, bevor der Rotstift angesetzt wird", sagte Claudia Pechstein der Deutschen Presse-Agentur. "Alles andere ist ein grober Verstoß gegen das Fairplay", fügte die Olympiasiegerin hinzu. Betroffen sind neben Pechstein die beiden weiteren deutschen Medaillengewinner der Weltmeisterschaften 2017 in Gangneung, Nico Ihle und Patrick Beckert.

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fs / DPA

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