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Deutsche Fußball-Liga: Werner Hackmann gestorben

Am Freitag war er noch als Delegierter auf dem Uefa-Kongress in Düsseldorf: Werner Hackmann, der Chef der Deutschen Fußball-Liga (DFL), ist überraschend im Alter von 59 Jahren gestorben. Das gab DFB-Sprecher Harald Stenger bekannt.

Werner Hackmann, der Chef der Deutschen Fußball-Liga (DFL), ist am Sonntagmorgen überraschend im Alter von 59 Jahren gestorben. Dies sagte DFB-Sprecher Harald Stenger. Er bestätigte damit Berichte der "Sport Bild" und der "Bild"-Zeitung. Nach "Bild"-Angaben erlag Hackmann am Morgen in seinem Haus in Hamburg-Bergedorf einem Krebsleiden. Der DFL-Chef war nach einer Lungen-Operation gerade wieder auf dem Wege der Besserung, hatte aber zuletzt über Schmerzen im gebrochenen rechten Arm geklagt, wie "Sport Bild" berichtete.

Noch am Freitag war Hackmann als Delegierter auf dem UEFA-Kongress in Düsseldorf gewesen. Der Sportfunktionär hinterlässt Ehefrau Ulla und zwei Kinder. Hackmann hatte sich in der Vergangenheit mehrfach Eingriffen an der Lunge unterziehen müssen.

Er startete seine Karriere in der Politik und kam erst in den späten 90er Jahren mit dem Fußball in Berührung. Nach seinem Studium an der Universität Hamburg arbeitete der diplomierte Kaufmann von 1973 an als wissenschaftlicher Angestellter in der SPD- Bürgerschaftsfraktion der Hansestadt. Ein Jahr später wurde er persönlicher Referent von Bürgermeister Hans-Ulrich Klose.

Von 1988 bis 1994 bekleidete Hackmann das Amt des Innensenators in Hamburg. Im März 1997 stieg Hackmann als geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim Bundesligisten Hamburger SV ein und wurde ein Jahr später dessen Vorstandschef. Diesen Posten hatte er mit zehnmonatiger Unterbrechung bis 2002 inne. Im Oktober 1998 wurde Hackmann Mitglied des DFB-Ligaausschusses. Mit der Berufung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Deutschen Fußball Liga erreichte Hackmanns Karriere im Dezember 2000 ihren Höhepunkt.

DPA / DPA

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