Dirk Nowitzki Selbstbewusst ins "Spaßwochenende"


Mit seinen Dallas Mavericks eilt NBA-Star Dirk Nowitzki von Sieg zu Sieg. Ein weiterer Grund zu Freude für den Deutschen: Am Wochenende darf er zum vierten Mal mit der Korbjäger-Elite beim All-Star-Game ran.

Trotz einer kurzen Nacht flog Dirk Nowitzki ausgesprochen gut gelaunt zum 54. All-Star-Game nach Denver. Deutschlands bester Basketballer, der am Wochenende zum vierten Mal beim Treffen der Korbjäger-Elite aufspielen wird, hat derzeit allen Grund zur Freude. Die Dallas Mavericks trumpfen auf wie nie in der laufenden Saison der nordamerikanischen Profiliga (NBA). In der Nacht zum Freitag gewannen die Texaner das Spitzenspiel bei den Phoenix Suns mit 119:113, nachdem sie im dritten Viertel bereits mit elf Punkten zurückgelegen hatten. Mit einem imponierenden Schlussviertel (36:26) drehten sie jedoch vor 18.422 Zuschauern in der ausverkauften American West Arena die Partie.

Die Mavericks verbuchten damit den vierten Auswärtssieg in Folge. In den vergangenen sieben Tagen hatten sie sich bei den Titelaspiranten Sacramento Kings und Seattle SuperSonics sowie den Golden State Warriors behauptet. Mit 35 Siegen und 16 Niederlagen ist Dallas hinter den San Antonio Spurs (41/12), Phoenix (41/13), Miami Heat (40/14) und Seattle (35/15) das fünftbeste Team der Liga. "Das war heute der Höhepunkt einer perfekten Auswärtssiegesserie. So stark haben wir lange nicht gespielt", befand Nowitzki.

Nach dem Sieg zog Nowitzki mit seinem seit dieser Saison bei den Suns unter Vertrag stehenden Freund Steve Nash noch ein wenig um die Häuserecken in Phoenix. Zeit zum Schlafen blieb wenig. Am frühen Morgen brachen beide gemeinsam zum "Spaßwochenende" nach Denver auf. "Das All-Star-Game ist vor allem Fun, auch wenn ich mich diesmal besser in Szene setzen möchte als im Vorjahr", sagte Nowitzki. Seine Familie wird in der Hauptstadt des US-Bundesstaates Colorado auch vor Ort sein wird.

Dass der Würzburger gegen Phoenix mit 16 Punkten nicht ganz so treffsicher wie gewohnt agierte, störte ihn nicht. "Wichtig ist nur, dass wir als Mannschaft harmonieren und das klappt immer besser. Wie wir seit knapp zwei Monaten zusammenspielen, weckt immer größere Erwartungen für die Playoffs", sagte Nowitzki. Bis dahin sind es noch 31 Spiele und alles sei möglich. Selbst San Antonio könnte Dallas in der gegenwärtigen Verfassung noch als Nummer-Eins-Team verdrängen, spekulierte Nowitzki. Allerdings müssten sie ihre Heimschwäche ablegen. Als einziges Team der Liga haben die Mavericks eine bessere Auswärts- (18 Siege/7 Niederlagen) als Heimbilanz (17/9).

Eine plausible Erklärung konnte der 26-jährige Franke dafür nicht geben. "Vielleicht gehen wir zu relaxt in die Spiele, vielleicht sind wir aber auch zu verkrampft und denken, irgendwie werden wir das schon hinkriegen. Ich weiß es wirklich nicht", meinte der deutsche Nationalspieler, der mit einem Durchschnitt von 26,9 Punkten pro Spiel hinter Allen Iverson (Philadelphia/29,8) und Kobe Bryant (Los Angeles Lakers/27,8) drittbester Werfer der Liga ist. Eines jedoch weiß Nowitzki ganz sicher: "Wir werden uns zu Hause verbessern, ansonsten haben wir keine Chance, um den Meistertitel mitzuspielen. Und nichts anderes wollen wir."

Gunnar Meinhardt/DPA DPA

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