Doping im Radsport Radprofi Hamilton erneut positiv getestet


"Er rührt nie wieder Doping an", hatte Tyler Hamiltons Teamchef Rudy Pevenage über den US-Radprofi gesagt - und offenbar voll daneben gelegen. Nachdem Hamilton bereits für zwei Jahre wegen Eigenblut-Dopings gesperrt war, ist der 38-Jährige jetzt erneut erwischt worden.

Der US-Radprofi Tyler Hamilton ist erneut positiv getestet worden und will seine Karriere beenden. Das erklärte der 38-jährige Zeitfahr-Olympiasieger von Athen am Freitag der Nachrichten-Agentur AP. Hamilton, der in Rudy Pevenages neuer US-Mannschaft Rock Racing fährt, ist von der Anti-Doping-Agentur seines Landes die Einnahme eines Antidepressivums nachgewiesen worden.

"Es gibt keinen Grund dagegen anzugehen", sagte Hamilton. Er habe das verbotene Präparat genommen, weil er sich von seiner Frau getrennt habe und seine Mutter schwer erkrankt sei. Dem früheren Team-Kollegen von Lance Armstrong droht als Mehrfach-Sünder eine achtjährige Strafe.

2004 war Hamilton nach den Olympischen Spielen des Dopings mit Fremdblut überführt worden, durfte aber seine Goldmedaille behalten, weil die B-Probe wegen falscher Lagerung nicht mehr geöffnet werden konnte. Nach dem Ablauf seiner Zwei-Jahres-Sperre 2007 soll Hamilton auch Kunde des mutmaßlichen Doping-Arztes Eufemiano Fuentes gewesen sein.

In einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" hatte sein Teamchef Pevenage, früher enger Betreuer von Jan Ullrich, erklärt, seine früher mit Doping in Kontakt gekommenen Fahrer wie Hamilton würden inzwischen die Hände von verbotenen Präparaten lassen. "Sie haben so viel durchgemacht. Sie rühren Doping nie wieder an", sage Pevenage.

DPA DPA

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