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Eiskunstlauf: Deutsches Paar macht EM-Hattrick perfekt

Die Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy haben sich zum dritten Mal den Titel bei Eiskunstlauf-Europameisterschaften gesichert. Mit einer Weltklasse-Kür gewannen die Sachsen am Mittwochabend in der Hartwall Arena von Helsinki vor den Russen Yuko Kawaguchi/Alexander Smirnow und deren Landsleuten Maria Muchortowa/Maxim Trankow.

Mit einer eindrucksvollen Kür zur Filmmusik von "Schindlers Liste" haben die Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy ihren Titel-Hattrick bei Europameisterschaften perfekt gemacht. Die Weltklasse-Leistung reichte am Mittwoch in der Hartwall Arena von Helsinki locker zur Aufholjagd für die Sachsen, die nach dem Kurzprogramm noch in Lauerstellung Zweite gewesen waren. Mit 199,07 Zählern gewannen sie vor den Russen Yuko Kawaguchi/Alexander Smirnow (182,77) und Maria Muchortowa/Maxim Trankow (182,07). Dreimal Gold in Serie gewannen zuletzt vor 45 Jahren für Deutschland Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler. Trainer Ingo Steuer ballte die Faust und die 6000 Zuschauer hielt es nicht auf ihren Plätzen, als sich die Chemnitzer nach einem eindrucksvollen Programm in die Arme fielen.

"Sie mussten den Fehler von Robin aus dem Kurzprogramm wettmachen", sagte Ex-Weltmeister Steuer, der nach der verpatzten Kurzkür wütend gewesen war und allein dem 29-Jährigen die Schuld gegeben hatte. "Als Mann muss man im Paarlauf die Frau unterstützen, nicht andersherum", sagte Steuer, der Szolkowy eine zu lasche Einstellung nach dem Weltmeistertitel-Gewinn vorwarf. "Ich kenne das noch aus meiner Zeit mit Mandy Wötzel", erzählte der Coach, "nach dem WM-Erfolg hatte sie auch andere Dinge im Kopf". Den beiden war nie die Titelverteidigung gelungen.

"Robin ist mir zu bequem geworden, er ist nicht mehr aufnahmefähig für Fehlerkorrekturen. Sein Fokus liegt momentan auf anderen Dingen", bemängelte Steuer, der aber froh war, dass sich sein Paar einen Tag später auf den Punkt konzentrieren konnte. Schon im Training hatte Szolkowy trotz leichter Schmerzen nach dem Sturz eine gute Leistung gezeigt. "Sie sind eine Klasse besser, wenn sie keine groben Fehler machen", meinte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU).

Die deutschen Vize-Meister Maylin Hausch und Daniel Wende (Oberstdorf/Essen) schlossen den Wettbewerb als Achte ab und sicherten sich damit das WM-Ticket. "Ich bin von mir enttäuscht, weil ich beim Wurf-Axel gestürzt bin", sagte die 20-Jährige, die erst seit vier Monaten mit ihrem vier Jahre älteren Partner zusammenläuft.

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