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Eisschnelllauf: "Gunda konzentriert sich voll auf die 3000 m"

Am Wochenende in Hamar kommt es zum ersten großen Dreikampf der deutschen Eisschnelllauf-Asse. Anni Friedinger, Claudia Pechstein und Alt-Meisterin Gunda Niemann-Stirnemann treten über 3000 Meter direkt gegeneinander an.

Im "Wikingerschiff" von Hamar kommt es am Wochenende zum ersten großen Dreikampf der deutschen Eisschnelllauf-Asse. Zum Auftakt der Weltcup-Saison werden sich über 3000 m Weltmeisterin Anni Friesinger (Inzell), Olympiasiegerin Claudia Pechstein (Berlin) und Gunda Niemann-Stirnemann (Erfurt) einen heißen Kampf um Punkte und Siegprämien liefern. Allerdings müssen sie sich auch der starken Konkurrenz aus den Niederlanden um die 5000-m-Olympia-Zweite Gretha Smit erwehren.

Niemann-Stirnemann läuft nicht 1500 m

Über 1500 m am Sonntag ist Anni Friesinger nach ihrem Glanzauftritt bei den nationalen Meisterschaften auch auf internationalem Eis Favoritin. Gunda Niemann-Stirnemann hat indes das Angebot des Verbandes abgelehnt, auch auf dieser Distanz an den Start zu gehen. Sie wird auch nicht in der im Vorjahr erstmals ausgetragenen Team-Verfolgung dabeisein. "Beides war für sie kein Thema. Gunda konzentriert sich voll auf die 3000 m", bestätigte ihr Mann und Manager Oliver Stirnemann am Freitag.

Schafft Gunda Niemann-Stirnemann wieder den Sprung an die Weltspitze?

Die Besetzung des deutschen Damen-Teams für die Verfolgungsrennen ist dennoch unklar, da Doppel-Olympiasiegerin Claudia Pechstein noch nicht endgültig über den Start über sechs Runden entschieden hat. Mit Anni Friesinger, Katrin Kalex und Lucille Opitz (beide Berlin) gibt es vier Kandidatinnen. Bei den Herren starten über 8 Runden Jan Friesinger (Inzell), Christian Breuer (Grefrath) und Jörg Dallmann (Erfurt).

Die Erfurterinnen Sabine Völker und Daniela Anschütz verzichten auf einen Start beim Saison-Auftakt, obwohl sie dafür qualifiziert waren. Die WM-Dritte Anschütz kuriert noch eine Grippe aus und wird eine Woche später in Erfurt ihren Weltcup-Einstieg geben. Völker hat sich für die Konzentration auf die Sprintstrecken 500 und 1000 m entschieden und wird auch in ihrer Heimatstadt nicht am Start sein.

Friesinger für die beste Leistung des Eisschnellauf-Jahres gekürt

Am Rande der Weltcup-Rennen wird Anni Friesinger eine große Ehre zuteil: Als dritte Frau nach Bonnie Blair (USA) und Gunda Niemann- Stirnemann (Erfurt) nimmt sie den Eis-Oscar für die beste Leistung des Eisschnelllauf-Jahres entgegen. Die Auszeichnung wird seit 1959 durch den Oslo Skoiteklub in Erinnerung an den norwegischen Rekordläufer Oscar Mathisen verliehen. Gunda Niemann-Stirnemann hatte die Ehrung als bislang einzige Deutsche von 1995 bis 1997 drei Mal erhalten.

dpa / DPA

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