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Eisschnelllauf-WM: Gold für das Glamour-Girl

Eisschnellläuferin Anni Friesinger hat zum Auftakt der WM in Seoul ihren Weltmeistertitel über 1500 m verteidigt. Es war bereits ihr vierter Erfolg über diese Distanz.

Der Auftakt der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft in Seoul hat einer deutschen Dame bereits das erste Gold gebracht. Anni Friesinger hat zum dritten Mal hintereinander den Titel über 1500 m gewonnen. Zum Auftakt der Einzelstrecken-Titelkämpfe setzte sich die Inzellerin auf schwerem Eis in 2:00,48 Minuten durch und erkämpfte damit ihre insgesamt achte Goldmedaille bei Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften. Es war bereits ihr vierter Erfolg über 1500 m nach 1998, 2002 und 2003.

Silber erkämpfte Cindy Klassen (Kanada/2:01,21), Bronze ging an Jennifer Rodriguez (USA/2:01,54). Mit der Mehrkampf-Weltmeisterin Renate Groenewold (Niederlande) hatte eine der Top-Favoritinnen erst wenige Stunden vor dem Auftakt wegen einer Erkältung den Start auf der Mittelstrecke abgesagt. Daniela Anschütz (Erfurt) belegte nur Platz 17. (2:04,75), die nachnominierte Lucille Opitz (Berlin/2:06,32) enttäuschte auf Rang 21.

Titel, Prestige und um eine Stange Geld

Friesinger gehört zu einem deutschen Damen-Quartett, dass in der südkoreanischen Hauptstadt um Titel, Prestige und um eine Stange Geld über das Eis rast: Es greift auf dem Taeneung Ice Rink nach neuem Ruhm und einem Platz in den Geschichtsbüchern des Eisschnelllaufs. Wie so oft vor dem Saison-Höhepunkt üben sich die Damen jedoch pfleglich im Understatement und reden die Konkurrenten stark.

Für Anni Friesinger hat sich die Saison bereits jetzt gelohnt. Trotz der wegen eines Infekts abgebrochenen Mehrkampf-WM wird ist schon Preisgeld-Königin. EM-Titel, Gesamt-Weltcup, Platz zwei bei der Sprint-WM und zahlreiche Top-Platzierungen summierten sich vor dem Titelkampf bereits zu stattlichen 65 650 Euro, bei drei Mal WM-Gold wie im Vorjahr in Berlin kämen noch einmal knapp 20 000 Euro dazu. "Die Qualität der Gegnerinnen ist gewachsen. Es wäre vermessen, wieder von drei Titeln auszugehen. Dazu war die Saison zu lang und hat zu sehr geschlaucht", meinte Anni Friesinger.

Werbeeinkünfte von 500 000 Euro jährlich

Spätestens seit ihrem Olympiasieg kann das Glamour Girl des deutschen Eisschnelllaufs mehr als gut von ihrem Sport leben, hat mit der Automarke Lancia einen Top-Sponsor, der ihr bis Olympia 2006 in Turin die Taschen füllt. Auf rund 500 000 Euro jährlich werden ihre Werbeeinkünfte geschätzt, wozu seit dieser Saison auch die Fernseh-Werbung für Smint-Eisbonbons beiträgt. Immerhin ist sie damit die erste Eisschnellläuferin seit Franziska Schenk 1998, die von einen Unternehmen für einen TV-Spot auserkoren wurde.

Noch höher liegen die Werbe-Einkünfte der erfolgreichsten deutschen Winter-Olympionikin Claudia Pechstein, bei der nach ihrem olympischen Doppelsieg in Salt Lake City die "Global Player" aus der Wirtschaft Schlange stehen. Weltmarken wie Audi, Wella, Esprit oder die weltgrößte Sektkellerei Schloss Wachenheim sorgen für ein geschätztes Werbe-Einkommen von über 600 000 Euro pro Jahr. Da stört es die Berlinerin wenig, dass an Preisgeldern in diesem Winter bislang "nur" 47 800 Euro zusammenkamen. In Seoul gilt die Langstrecken-Spezialistin als Top-Favoritin über 5000 m, die sie schon 1996 und 2003 gewann.

19 WM-Erfolge für Gunda Niemann-Stirnemann

Ihre Hauptrivalin dürfte neben der niederländischen Olympia-Zweiten Gretha Smit die Rekordweltmeisterin sein, die bei ihren insgesamt 19 WM-Erfolgen allein fünf Mal in Serie zwischen 1997 und 2001 auf der längsten Strecke erfolgreich war und sich nach ihrer langen Pause wegen der Geburt ihrer Tochter Victoria am 24. Mai 2002 wieder prächtig in Schuss gebracht hat. Die Thüringerin galt mit ihrem Mann und Manager Oliver Stirnemann in Sachen Vermarktung als Vorreiterin in der Eisschnelllauf-Szene und hat trotz ihren hohen Sportler-Alters von 37 Jahren mit rund 200 000 Euro Werbeeinnahmen durch Verträge mit dem Energie-Unternehmen TEAG und der Heizungsfirma Viessmann ein gutes Auskommen auf dem Eis.

Ein verkorkstes Jahr auf Grund einer schweren Knieverletzung soll für die schnellste Frau auf dem Eis in Seoul noch einen versöhnlichen Abschluss finden. Monique Garbrecht-Enfeldt, die im Vorjahr alles abräumte, was es bei den Sprintern zu gewinnen gab, setzt nun alles daran, über 500 und 1000 m aufs Treppchen zu steigen. Die Erfolgssträhne des vorangegangenen Winters mit 14 Weltcupsiegen und zwei WM-Titeln verdrängte bei der Berlinerin die Gedanken an das Karriereende. Dank Hauptsponsor DaimlerChrysler-Bank darf sich die neunmalige Weltmeisterin jährlich über Unterstützung in sechsstelliger Höhe freuen.

DPA

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Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.