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Gerolsteiner-Rückzug: Ausgesprudelt - Ende für das etwas andere Team?

Sie sind der sympathische Gegenentwurf zum Team des Weltkonzerns T-Mobile, die Radler von Gerolsteiner. Nun hat der Sponsor seinen Rückzug erklärt. Die mit vielen deutschen Hoffnungsträgern gespickte Mannschaft kämpft um ihre Existenz.

Von Nico Stankewitz

Es ist eine fast märchenhafte Geschichte, der Aufstieg des ehemaligen Lehrers Hans-Michael Holczer und seiner immer beteiligten Frau Renate aus der schwäbischen Provinz in die Beletage des Weltradsports, eine Geschichte vom Aufstieg mit Augenmaß. Gerolsteiner war immer so etwas wie der bodenstämmige Gegenentwurf zur glitzernden und weltgewandten Radsportwelt von T-Mobile, solide und nie zwei Schritte auf einmal machend. Dabei hatte auch Gerolsteiner Weltstars verpflichtet, wie den Amerikaner Levi Leipheimer und den italienischen Klassiker-Spezialisten Davide "TinTin" Rebellin, aber der Focus lag immer auf einem breiten Stamm deutscher Fahrer, mit einigen Farbtupfern aus Österreich, Italien oder der Schweiz.

Die Kombination Holczer/Gerolsteiner war erfolgreich und die Identifikation von Team und Sponsor fiel leicht. Nun endet diese Erfolgsgeschichte und die Zukunft der Mannschaft, die mit Stefan Schumacher, Markus Fothen, Fabian Wegmann und Sprinter Robert Förster gleich vier deutsche Hoffnungsträger in ihren Reihen hat, ist stark bedroht. Wie sich das Team zukünftig mit einem neuen Geldgeber entwickelt, wird abzuwarten bleiben, aber in kaum einer Sportart beeinflusst der Sponsor die Teamkultur so stark wie im Radsport. Diese spezifische Kultur des etwas anderen Teams ist wohl hauptsächlich auf die Person von Hans-Michael Holczer zurückzuführen, aber auch Gerolsteiner spielte dabei eine Rolle, wenn die alljährliche Teampräsentation vor Paletten von Sprudelkisten in einer Lagerhalle in der Vulkaneifel stattfand und nicht in einem noblen Grand Hotel oder Kongress-Zentrum.

Stark positioniert im Kampf gegen Doping

Gerade in jüngerer Vergangenheit hat sich die Mannschaft im Anti-Doping-Kampf ganz klar positioniert und sich hier einige Verdienste erworben. So war es Holczer, der die "Vereinigung für einen sauberen Radsport" initiierte, der inzwischen zwölf Teams angehören, die sich freiwillig einem deutlich verschärften unabhängigen System von Dopingtests stellen - und es auch bezahlen. Damit hat sich der Gerolsteiner-Teamchef nicht nur Freunde im Radsport gemacht, auch seine deutliche Kritik an Rasmussen und Vinokourov während der Tour de France fiel aus dem Rahmen der meist moderaten Bemerkungen innerhalb der Szene von Fahrern und Teamchef. Holczer war selber nie Profi und Teil des Systems, die Rolle des kritischen Mahners übernimmt er umso glaubwürdiger.

So ist in der Erklärung des Sponsors auch nicht die Rede von Doping, der Mineralwasserhersteller begründet das Ende seines Engagements mit "veränderten Bedingungen auf dem Markt für alkoholfreie Erfrischungsgetränke", so der Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb bei Gerolsteiner, Jörg Croseck. Hintergrund dürfte eine ausführliche Verbraucherumfrage bei Käufern in Supermärkten und Getränkemärkten im August gewesen sein, bei der auch nach dem Radsport-Engagement des Unternehmens gefragt worden war. Ob man aus dieser Umfrage sachgerechte Erkenntnisse zum Thema Sportsponsoring ableiten kann, sei mal dahin gestellt, letztlich dürften auch zwei andere Gründe eine entscheidende Rolle beim Rückzug des Sponsors gespielt haben: Das allgegenwärtige Doping-Thema und das schwache Abschneiden der Mannschaft bei der diesjährigen Tour de France.

Sponsorensuche nicht einfach

Ein wenig liegt darin auch die Tragik für Hans-Michael Holczer, denn Gerolsteiner hat sich zu einer Spitzenmannschaft für das Frühjahr entwickelt, wird in Holland und Belgien geachtet und gefürchtet. In Deutschland braucht man für einen neuen, großzügigen Sponsorvertrag sicherlich einen Kandidaten für das Gesamtklassement der Tour, den die Mannschaft im Moment nicht hat. Mit Markus Fothen verbinden sich in dieser Beziehung große Hoffnungen, die er aber bei der diesjährigen Tour nicht einlösen konnte. Ein Lichtblick ist allerdings, dass noch einige Zeit bleibt, denn Gerolsteiner wird erst nach Vertragsende im Oktober 2008 aussteigen, noch kann das deutsche Topteam die Suche in aller Ruhe fortsetzen. In der Branche hält sich auch ein interessantes Gerücht, so soll es Pläne geben, Gerolsteiner und T-Mobile 2009 zu einem "deutschen Superteam" unter gemeinsamer Leitung von Holczer und Bob Stapleton zu fusionieren - im Moment nur unbestätigte Spekulation...

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?