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Golf: Dubai - Donald verkürzt Rückstand auf McIlroy

Alvaro Quiros sicherte sich mit Platzrekord die Führung nach der zweiten Runde bei der Dubai World Championship, Martin Kaymer stagniert im Niemandsland und Luke Donald halbierte seinen Rückstand auf Rory McIlroy und träumt wieder davon, Geschichte zu schreiben.

Die Entscheidung im Race to Dubai ist wieder völlig offen. Luke Donald halbierte dank eines furiosen Schlussspurts am zweiten Tag der Dubai World Championship seinen Rückstand vom Vortag auf Rory McIlroy. Die Spitze eroberte Alvaro Quiros mit Platzrekord.

Um die Spitze bei der Dubai World Championship zu erringen muss man in diesem Jahr offenbar mindestens Platzrekord spielen. Dem Schweden Peter Hanson war dies am ersten Tag geglückt, am zweiten egalisierte Quiros mit 64 Schlägen die Bestmarke im Jumeirah Golf Estates.

Er spielte mit sechs Birdies und einem Eagle überragend und sicherte sich mit -12 die deutliche Turnierführung vor Hanson (-8) und den geteilten Dritten Robert Rock und Rory McIlroy (beide -6). Martin Kaymer war auch am zweiten Tag weit von seiner Bestform entfernt und krebst nach seiner 71er-Runde weiter im Mittelfeld herum - als geteilter 36. Von seinem Ziel, die Saison als Zweiter des Race to Dubai zu beenden, kann sich Kaymer damit endgültig verabschieden.

McIlroys Vorsprung auf Donald schmilzt

Mit McIlroy wären wir auch schon bei der eigentlichen Haupt-Geschichte, denn der Nordire muss in Dubai unbedingt gewinnen, wenn er Luke Donald, der in diesem Fall höchstens Neunter werden dürfte, noch vom ersten Platz der Race to Dubai-Wertung verdrängen will.

Am ersten Tag hatte McIlroy auf den schwächelnden Donald sechs Schläge herausspielen können und vor allem die Back Nine in traumwandlerischer Sicherheit absolviert, während der Kontrahent schwächelte. Doch dieser zunächst beruhigend anmutende Vorsprung schmolz auf der zweiten Runde auf drei Schläge zusammen.

Denn diesmal waren die Vorzeichen genau anders herum. McIlroy, der zwischenzeitlich bereits in Führung gelegen hatte, bekam auf der zweiten Platzhälfte Probleme, spielte an der 12,17 und 18 jeweils Bogeys. Zwar rettete er am Ende dank seiner vorher gespielten vier Birdies immerhin eine 71 ins Ziel. Doch Donald, der zunächst auf der Front Nine Probleme hatte, machte trotzdem Boden gut und liegt als geteilter Zwölfter auf Top Ten-Kurs. Höhepunkt seiner 68er-Runde war die Birdie-Serie zwischen Loch 16 und 18.

Psychologischer Vorteil bei Donald

"Für meine Psyche war das ein hervorragendes Finish. Es geht hier schließlich um einiges“, erklärte der zufriedene Donald laut europeantour.com. "Ich war zunächst etwas frustriert da draußen. Ich wollte ruhig bleiben, aber das war schwer. Aber diese letzten drei Löcher haben mir das Lächeln ins Gesicht zurückgebracht.“

Die historische Chance, sich neben der Gesamtwertung der US PGA auch die der European Tour zu sichern, ist für Donald damit weiter in greifbarer Nähe, der psychologische Vorteil auf seiner Seite. Denn für McIlroy war der Endspurt entsprechend frustierend. "Ich hatte mich bis Loch 16 in einer gute Position gebracht und es wäre daher auch schön gewesen, noch einen Schlag gutzumachen. Bogeys waren jedenfalls nicht das, was ich eigentlich wollte“, erklärte er laut espn.co.uk.

Dafür ist mittlerweile offenbar endlich geklärt, um was es sich genau bei der hartnäckigen Viruserkrankung handelt, die McIlroy seit Wochen mit sicher herumschleppt. Die Untersuchung einer Blutprobe erhärtete nach Informationen von europeantour.com den Verdacht auf Dengue Fieber, das durch den Biss eines Moskitos übertragen werden kann.

Malte Asmus 

sportal.de / sportal

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