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Hilde Gerg: "Es hat keinen Zweck mehr"

Trotz einer gut verlaufenen Meniskus-Operation hat die Skiläuferin Hilde Gerg ihren Rücktritt angekündigt. Damit gibt sie ihren Traum von einem zweiten Olympiasieg auf.

Ski-Star Hilde Gerg hat den Traum von einer weiteren olympischen Goldmedaille endgültig aufgegeben. Die 30-Jährige aus Lenggries, die sich im Training in den USA in der vorigen Woche eine schwere Knieverletzung zugezogen hat, will an diesem Montag in München ihren sofortigen Rücktritt bekannt geben. "Ich bin sehr frustriert. Aber es hat keinen Zweck mehr", sagte die Slalom- Olympiasiegerin von Nagano 1998 der "Bild-Zeitung".

Die bittere Diagnose nach dem Sturz in in Copper Mountain lautet: Meniskuseinriss, Einriss des hinteren Kreuzbandes, schwere Stauchung des rechten Unterschenkels. "Das ist schon ein Tiefschlag. Ich war in guter Form", hatte sie nach dem Missgeschick im Super-G-Training gesagt. Bei einem zweistündigen Eingriff am verletzten rechten Knie in der Wolfart-Klinik in Gräfelfing bei München bestätigte sich im Wesentlichen die Diagnose des amerikanischen Kniespezialisten Richard Steadman.

Zweimalige Rückkehr in die Weltspitze

Es war nicht ihre erste schwere Verletzung: Im Dezember 2002 erlitt sie bei der Abfahrt im kanadischen Lake Louise einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie. Doch damals kehrte sie ohne Operation nach rekordverdächtigen 14 Tagen wieder in den Weltcup zurück. Bereits im Jahr 2000 hatte sie sich nach einem Wadenbeinbruch wieder in die Weltspitze zurückgekämpft.

Drei Mal war Hilde Gerg bei Olympia und erlebte dabei alle Höhen und Tiefen. 1994 in Lillehammer schnupperte sie als 18-Jährige rein. 1998 folgte in Nagano der überraschende Sieg im Slalom und Bronze in der Kombination. Mit den Plätzen vier (Abfahrt) und fünf (Super-G) kam vier Jahre später in Salt Lake City für die große Gold-Favoritin die wohl größte Enttäuschung ihrer Karriere.

DPA / DPA

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