HOME

Leichtathletik-WM: Elftes WM-Gold für Bolt - USA-Staffel raus - DLV-Männer Vierte

Gold, Gold - und noch mal Gold: Usain Bolt hat sein Triple in Peking perfekt gemacht und mit Jamaikas Staffelflitzern seinen elften Weltmeistertitel erkämpft. Die DLV-Teams landeten auf den Plätzen vier und fünf.

Sprint-Weltstar Usain Bolt

Sprint-Weltstar Usain Bolt holt sich das Gold-Triple in Peking

Jamaikas Superstar Usain Bolt hat seine elfte Goldmedaille bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften gewonnen. Nach den Erfolgen über 100 und 200 Meter triumphierte der 29-Jährige am Samstag auch mit der Sprintstaffel über 4 x 100 Meter in der Jahresweltbestzeit von 37,66 Sekunden. Weil das US-Quartett wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert wurde, ging Silber an Gastgeber China (38,01 Sekunden), Bronze mit 38,13 an Kanada.

Die zunächst zweitplatzierten USA mit dem zweimaligen Vizeweltmeister Justin Gatlin wurden disqualifiziert. Das deutsche Quartett mit Julian Reus, Sven Knipphals, Alexander Kosenkow und Aleixo-Platini Menga rannte 38,15 Sekunden - und wurde am Ende Vierter. Nur zwei Hundertstelsekunden fehlten zur Bronzemedaille.

Jamaikaner räumen seit 2008 alles ab

"Ich habe den Schlamassel nach 300 Metern gesehen und war heilfroh, dass wir nicht dabei waren", meinte Bolt, der US-Schlussläufer Mike Rodgers fast stehen ließ. "Wir waren vom Start weg voll konzentriert bei der Sache. Ich möchte mich beim ganzen Team bedanken."

Seit 2008 haben die Jamaikaner bei Olympia und Weltmeisterschaften alles abgeräumt. Der letzte WM-Titel der Amerikaner über 4 x 100 Meter liegt nun schon acht Jahre zurück.

Deutsche Staffel seit 1983 keine Medaille

Eine deutsche Männerstaffel hat bei einer WM seit 1983 noch nie eine Medaille geholt. Doch schon vor zwei Jahren in Moskau war es knapp: Vierte in 38,04 hinter Kanada - 12/100 Sekunden fehlten zu Bronze.

Bei den Frauen hatte zuvor ebenfalls Jamaika triumphiert. 100-Meter-Weltmeister Shally-Ann Fraser-Price jubelte als Schlussläuferin nach 41,07 Sekunden. Das deutsche Quartett mit Rebekka Haase, Alexandra Burghardt, Gina Lückenkemper und Verena Sailer wurde in 42,64 Sekunden Fünfte. "Ich bin unheimlich froh, dass es jetzt gut gegangen ist", sagte Ex-Europameisterin Sailer in der ARD.

Den ersten und bis heute einzigen WM-Titel für eine DLV-Frauenstaffel gab es 2001 in Edmonton. Bei der Heim-WM 2009 in Berlin holte das deutsche Sprintquartett noch Bronze. 

fin / DPA

Wissenscommunity