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Leichtathletik-WM: Usain Bolt sprintet zum Staffel-Gold

Die Usain-Bolt-Show geht weiter: Der Sprint-Superstar hat bei der Leichtathletik-WM seine zweite Goldmedaille geholt. Mit der 4x100-Meter-Staffel siegte er in neuer Weltrekordzeit. Eine deutsche Athletin freute sich unterdessen über eine Silbermedaille.

Jamaikas 4 x 100-Meter-Staffel um Superstar Usain Bolt hat zum Abschluss der Leichtathletik-Weltmeisterschaften für den ersten Weltrekord in Daegu gesorgt. Nesta Carter, Michael Frater, Einzel-Weltmeister Yohan Blake und Superstar Bolt verbesserten am Sonntag in 37,04 Sekunden die bisherige Bestzeit ihres Landes um 6/100-Sekunden. Vor drei Jahren waren die Jamaikaner bei den Olympischen Spielen in Peking eine Zeit von 37,10 Sekunden gelaufen.

Dieser Erfolg war gleichzeitig der Titel-Hattrick für Jamaikas Sprintstaffel bei großen internationalen Meisterschaften und der zweite Titel für Bolt bei dieser WM. Am Samstag hatte der 26-Jährige die Goldmedaille über 200 Meter gewonnen.

Zweiter wurde Europameister Frankreich mit Teddy Tinmar, Christophe Lemaitre, Yannick Lesourd und Jimmy Vicaut (38,20), Bronze ging an das Team der Karibikinsel St. Kitts und Nevis mit Jason Rogers, Kim Collins, Antoine Adams und Brijesh Lawrence (38,49). Mitfavorit USA schied nach einem Sturz vor dem letzten Wechsel aus.

Hammer-Heidi holt Silber

Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler dagegen schrammte in Südkorea knapp an Gold vorbei. Die Frankfurterin musste sich mit 76,06 Metern und Silber wie 2009 in Berlin begnügen, freute sich aber zumindest etwas darüber. Es gewann die Russin Tatjana Lysenko mit 77,13 Metern. Dritte wurde die chinesische Olympia-Dritte Wenxiu Zhang (75,03).

"Wir sehen das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das lachende hat die Medaille gewonnen. Aber sie kann mehr und sie hat auch mehr erwartet", sagte Heidlers Trainer Michael Deyle.

Heidler eroberte die siebte deutsche Medaille in Südkorea. Ihre Trainingspartnerin Kathrin Klaas verpasste als Siebte mit 71,89 Metern erneut ihr erstes internationales Edelmetall. Heidler erlitt damit ihre erste Niederlage im neunten Wettbewerb dieses Jahres. Die 27-jährige Europameisterin wollte zumindest an ihren Weltrekordwurf von 79,42 Metern vom 21. Mai in Halle/Saale herankommen, kam aber zu spät in Schwung. Lysenko, die einst ihren Weltrekord wegen Dopings hatte abgeben müssen, konnte sie dieses Mal nicht schlagen.

be/kmi/DPA / DPA

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