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Mehr Sport Deutsche Volleyballfrauen verlieren EM-Finale gegen Serbien


Zwar haben die deutschen Volleyballerinnen ihre Erfolgsgeschichte bei der EM nach dem 2:3 im Finale gegen die Serbinnen nicht zum gewünschten Happy-End führen können. Der Traum von der Olympia-Teilnahme bleibt jedoch bestehen.

Die unglückliche 2:3 (25:16, 20:25, 25:19, 20:25, 9:15)-Niederlage gegen die Gastgeberinnen aus Serbien in der Pionier Halle zu Belgrad hat die deutsche Nationalmannschaft den ersten EM-Titel seit 24 Jahren gekostet.

Allerdings durften sich die völlig überraschend ins Finale vorgestoßenen deutschen Frauen mit EM-Silber über das beste Abschneiden seit der deutschen Einheit freuen. "Das ist eine tolle Sache. Mehr kann man sich eigentlich gar nicht wünschen", sagte Präsident Werner von Moltke vom DVV.

Die DVV-Frauen legten im Finale unter Augen von Serbiens Tennis-Star Novak Djokovic los wie die Feuerwehr. Rasch war ein Vorsprung von drei Punkten herausgespielt, auch von der großen Kulisse der 8500 Zuschauer ließen sich Angelina Grün und Co. zunächst nicht aufhalten. Beständig bauten die Schützlinge Guidettis ihren Vorsprung aus, am Ende wurde der erste Durchgang gleich mit dem ersten Satzball locker nach Hause gebracht.

Das Blatt wendet sich

Doch im zweiten Satz legten die Serbinnen, die am Samstag die Türkei in fünf Sätzen niedergerungen hatten, deutlich zu. Schnell lagen die deutschen Frauen mit vier Punkten hinten - und sofort war die Kulisse wieder da. Nun agierte der Gastgeber besser und egalisierte zum Satzausgleich.

Die Deutschen ließen sich nicht entmutigen: Nun lief es wieder besser und es entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen. Am Ende reichte ein Zwischenspurt, um den dritten Satz zu holen. Der Knackpunkt der Partie kam im vierten Satz: Kurz vor Schluss sahen die DVV-Frauen schon wie der sichere Sieger aus, doch es folgte ein totaler Blackout, in dem Serbien Punkt um Punkt sammelte. Der fünfte Durchgang war dann nur noch Formsache, der Widerstand der Deutschen war gebrochen.

Zwar reichten am Finaltag am Ende die Kräfte am Ende nicht mehr, um den dritten EM-Titelgewinn nach den Erfolgen für die DDR 1983 und 1987 perfekt zu machen. Dennoch konnten sich die Verantwortlichen über ein nahezu perfektes EM-Turnier freuen - und als Zugabe über den Sprung zum ersten Qualifikationsturnier für Olympia im November in Japan. "Wenn wir so weitermachen, ist Olympia möglich", sagte Guidetti.

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