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NBA Miami Heat bezwingt Dallas Mavericks zum Auftakt


An das alte Sprichwort vom seligmachenden Geben und Nehmen wollte sich die Miami Heat beim Auftaktgastspiel in Dallas nicht halten. Sie gab zwar reichlich - nämlich Punkte, nahm gleichzeitig aber auch einen beeindruckenden Sieg mit nach Hause.

Die Dallas Mavericks hatten zum Saisonauftakt gegen die Miami Heat nur vor dem Spiel Anlass zum Feiern. Zunächst wurde der Titelträger der vergangenen Saison geehrt, dann gab es jedoch eine deftige 94:105-Niederlage, die nur durch die nachlassenden Gäste im letzten Viertel erträglich gestaltet wurde.

Bei der Heat glänzte der noch in der Finalserie gegen die Mavs vielgescholtene LeBron James, der mit 37 Punkten (10 Rebounds/6 Assists) einen Teamrekord für ein Auftaktspiel aufstellte. Auch Dwyane Wade konnte mit 26 Zählern, ähnlich wie der Rest des eingespielten Titelfavoriten, überzeugen.

Die Mavericks mussten dagegen erkennen, dass ihnen die Aussperrung mehr geschadet hatte. War die Heat mit derselben Starting Five wie zum letzten Finalspiel am 13. Juni dieses Jahres angetreten, liefen die Texaner gleich auf zwei Positionen verändert auf. Bester Werfer bei den Texanern war Jason Terry mit 23 Punkten, Dirk Nowitzki kam trotz schlechter Trefferquote auf 21 Punkte. Der Power Forward wurde von Coach Rick Carlisle allerdings auch angesichts der Aussichtslosigkeit früh aus der Partie genommen.

Miami dreht auf, Dallas ohne Rezept

Miami war den Mavericks von Beginn der Partie an überlegen, zeigte sehenswerte Kombination, Dominanz unter den Brettern und vor allem eines: Zielsicherheit. Diese ließ auch bei Nowitzki noch viel zu wünschen übrig. 37 Prozent Trefferquote wiesen die Texaner auf, Nowitzki versenkte nur sechs seiner 15 Versuche.

Auf der Gegenseite trafen James, Wade und der Rest dagegen mit sicherer Hand, verbuchten am Ende lediglich eine Quote von knapp unter 50 Prozent, weil die zweite Reihe, die zum Schluss auftrat, nicht mehr ganz so zielorientiert agierte. Das hatte natürlich besonders am Anfang ganz anders ausgesehen, als Miami das erste Viertel mit 32:17 für sich entschied.

Die Dominanz setzte sich weiter fort. Immer wenn Dallas ein bisschen Momentum aufzubauen schien, wie zum Beispiel zu Beginn des zweiten Abschnitts, beendete die Heat wieder und wieder die Hoffnungen und lag teilweise mit über 30 Punkten in Front. Gerade James und Wade ließen dabei in jeder Phase des Spiels die schlimmsten Befürchtungen der Gegner wahr werden. 

Odom vorzeitig zum duschen

Die Vorstellung der Champions sorgte dagegen sicher nicht für große Angstzustände beim Rest der Liga, allerdings zeigten unter anderem die Neuzugänge Lamar Odom und Vince Carter vielversprechende Ansätze. Gerade Carter als Mitglied der Starting Five zeigte aber auch auf, dass noch Einiges an Abstimmung zu erreichen ist.

Verfrüht endete das Debüt des Best Sixth Man der letzten Saison, Odom. Er wurde nach seinem zweiten Technical Foul Mitte des dritten Abschnitts vom Parkett gebeten. Bis dahin hatte er zeitweise ein engagiertes Spiel gezeigt und seinen Anspruch unterstrichen, auch in Dallas als wichtiger Faktor für Siege agieren zu wollen. Bei den texanischen Fans schien er sich bereits in seinen 13 Minuten Spielzeit Anerkennung geholt zu haben. Sie jubelten ihm nach dem Spielauschluss zu.

Die wichtigste Erkenntnis des Tages für Dallas, neben einer Niederlage im ersten von 66 Saisonspielen: Den Champions droht noch eine Menge Arbeit, wollen sie im Kampf um die Vergabe des Titels doch noch eine Rolle spielen. Die erste Chance auf einen ersten Sieg haben sie am zweiten Weihnachtstag, wenn die Denver Nuggets in die Stadt kommen.

Sven Kittelmann

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