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NBA: Nowitzki ist zurück auf der Siegerstraße

Ende der Pleitenserie: Dirk Nowitzki und die Dallas Maveriks siegten gegen die Golden State Warriors klar. Weniger erfolgreich verlief der Abend für den zweiten Deutschen in der NBA.

Die deftige Selbstkritik von Basketball- Superstar Dirk Nowitzki hat für die Dallas Mavericks in der NBA schnell Früchte getragen: Nach drei Niederlagen am Stück hat der 31- jährige Kapitän beim 110:101 gegen die Golden State Warriors das Ruder wieder rumgerissen und die "Mavs" in der Nacht zum Donnerstag auf Playoff-Kurs gehalten. Der 2,13 Meter-Riese aus Würzburg war mit 20 Punkten, sieben Rebounds und zwei Assists neben Jason Terry (21/1/6) und Jason Kidd (6/3/16) maßgeblich am 16. Heimsieg in dem mit 19.679 gefüllten American Airlines Center von Dallas beteiligt.

"Den Kopf hängen zu lassen, bringt nichts. Weiter arbeiten, positiv bleiben und zusammenstehen", hatte der deutsche Nationalspieler gefordert und prompt die passenden Antwort gegen den Angstgegner gegeben. Für Golden State glänzte Monta Ellis mit seinem Karriererekord von 46 Punkten, die aber die 7. Niederlage der Gäste in Serie nicht verhinderte. Meister Los Angeles Lakers (38:12 Siege) verteidigte mit 99:97 gegen die Charlotte Bobcats vor Denver Nuggets (33:16) und Dallas (31:18) Platz eins in der Western Conference. Dabei profitierte der Spitzenreiter wie Dallas von der überraschenden 97:109-Heimniederlage der Nuggets gegen die Phoenix Suns (30:21).

"Wir hatten einige schwierige Phasen in dem Match, aber mit den Rebounds von Dirk und der allgemeinen Treffsicherheit von 54 Prozent haben wir die Partie noch aus dem Feuer gerissen", meinte Dallas- Chefcoach Rick Carlisle. Das desaströse Schlussviertel zuletzt beim 92:104 in Utah hatte er nicht vergessen, als Dallas in den letzten zehn Minuten völlig auseinandergebrochen war, nur 5 von 14 Würfen traf und nach sieben Ballverlusten elf Punkte von den Jazz kassierte.

Warriors verloren Übersicht


Selbst ohne ihren Stammcenter Eric Dampier, der erneut wegen einer Knieverletzung pausierte, ließ sich Dallas nicht die Butter vom Brot nehmen. Dazu gab der frisch verpflichtete Rückkehrer Eduardo Najera ein ordentliches Saisondebüt bei den Texanern, der zuletzt am 22. März 2004 für Dallas gespielt hatte. Zudem brachte die deutliche 62:48-Halbzeitführung das eingeknickte Selbstvertrauen nach drei Pleiten zurück. Dazu nutzten die Gastgeber die Schwäche der Warriors aus, die bei 24 Ballverlusten die Übersicht verloren. Selbst der überragende Ellis ließ sich siebenmal überrumpeln.

"Es hat heute überhaupt nichts gebracht, was mir gelungen ist. Wir haben verloren. Das war und ist viel wichtiger. Wir müssen schnell wieder aus dem Fahrwasser heraus", meinte Ellis nach der 22. Auswärtsniederlage der Saison. Den wunderlichen 111:103-Sieg vom 24. November in Dallas konnte die Warriors nicht wiederholen, als ihnen mit nur sechs Spielern die Überraschung im Airlines Center gelang und die Schlagzeilen sicherte. Ellis hatte dabei 37 Punkte gesammelt.

Weniger erfolgreich verlief der Abend für den zweiten Deutschen in der NBA. Chris Kaman unterlag mit den Los Angeles Clippers mit 97:103 bei den Atlanta Hawks. Center Kaman erzielte 17 Punkte und war damit gemeinsam mit Eric Gordon bester Werfer seines Teams. Überragender Akteur der Partie war allerdings Hawk-Guard Joe Johnson, der 34 Punkte machte. Titelverteidiger Los Angeles Lakers gewann in eigener Halle knapp mit 99:97 gegen die Charlotte Bobcats. Phil Jackson wurde durch seinen 534. Sieg als Lakers-Coach zum neuen Rekordhalter in der Vereinsgeschichte. Die Boston Celtics setzten sich mit 107:102 gegen Miami durch.

DPA / DPA

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