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NFL: Giants und Broncos erfolgreich

Ein Wahnsinns-Pass von Tim Tebow bescherte Denver einen überraschenden Sieg in der Overtime gegen Pittsburgh. Zuvor hatten die New York Giants einen überzeugenden Erfolg gegen die Atlanta Falcons gefeiert.

Die Diskussionen um Tim Tebow werden die NFL-Fans eine weitere Woche beschäftigen. Der Quarterback, der angeblich nicht werfen kann, brachte die Denver Broncos mit einem großartigen 80 Yards-Pass nach elf Sekunden der Verlängerung gegen die favorisierten Pittsburgh Steelers in die nächste Runde - schneller war eine Overtime noch nie vorbei. In den Divisional Playoffs treffen die Broncos auf die New England Patriots.

Es war ein typisches Tebow-Spiel in dem er alle Facetten seines Spiels zeigte. Nach einem katastrophales ersten Viertel, in dem er ganze acht Yards Raumgewinn verbuchen konnte, lagen die Steelers um den angeschlagenen Quaterback Ben Roethlisberger durch zwei Field Goals von Shaun Suisham mit 6:0 in Führung. Im zweiten Abschnitt war zum ersten Mal Tebow-Time: Ein 30 Yards-Pass auf Eddie Royal sorgte für den ersten Touchdown, den zweiten besorgte Tebow selbst mit einem Lauf über acht Yards.

Zwei Field Goals von Matt Prater bescherten den Broncos eine 20:6-Führung. Im dritten und vierten Viertel nahm sich die Denver-Offensive wieder eine komplette Auszeit und die Steelers verkürzten zunächst auf 13:20 und glichen im letzten Abschnitt gar noch zum 23:23 aus. Jerricho Cotchery erzwang mit seinem Touchdown die Verlängerung.

Dort dauerte es ganze elf Sekunden, bis Tebow mit seinem Pass Demaryius Thomas fand und der die Partie mit einem Touch Down entschied.

Giants überzeugen gegen die Falcons

Die New York Giants stehen nach einem überzeugenden 24:2-Erfolg gegen die Atlanta Falcons in den Divisional Playoffs der NFL. Dort geht es nun gegen den Titelverteidiger und das beste Team der Vorrunde, die Green Bay Packers.

Nach dem ersten Playoff-Heimsieg seit dem Jahr 2000 und dem ersten Erfolg in einem K.o.-Spiel seit dem Gewinn des Super Bowls im Jahr 2008 darf New York selbstbewusst in die Partie gehen, zumal die Giants bei der 35:38-Niederlage gegen die Packers im Dezember nicht so schlecht aussahen. Der Auftritt gegen die Falcons war allemal vielversprechend.

Giants können auch laufen

Die Schlüssel zum Sieg waren eine bärenstarke Defensive, das gewohnt erfolgreiche Passspiel von Quarterback Eli Mannung und ein erstaunlich gutes Laufspiel. Galten die Giants bisher doch als Team, das nicht laufen kann und in der Rushing-Statistik der Vorrunde den letzten Platz belegte. Gegen die Falcons sah das anders aus – 172 Rushing-Yards bedeuteten einen Höchstwert für das Team in dieser Saison.

Noch wichtiger war aber die erfolgreiche Abwehrarbeit, die Atlanta um Quarterback Matt Ryan nicht einmal in die Nähe der Endzone kommen ließ. Die einzigen Punkte der Falcons resultierten aus einer Strafe gegen Eli Manning, der in der eigenen Endzone für eine ''absichtlichen unvollständigen'' Pass (Intentional Grounding) bestraft wurde und Atlanta im zweiten Viertel mit 2:0 in Führung brachte.

Manning sichert First Down, Nicks den Touchdown

Wenig später folgte eine Schlüsselszene des Spiels: Bei einem dritten Versuch für zwei Yards gelang Eli Manning unter Druck ein 14 Yards-Lauf für die Giants. Ein neues First Down war gesichert und wenig später schnappte sich Hakeem Nicks einen vier Yards-Pass von Manning und vollendete zum ersten Touchdown für New York. Nun lief es in der Offensive der Gastgeber.

Ein Field Goal von Lawrence Tynes aus 22 Yards sorgte für die 10:2-Führung, ehe im dritten Viertel wieder ein Pass von Manning auf Nicks für die Vorentscheidung sorgte. Der Wide Receiver brachte das Leder über insgesamt 72 Yards zum Touchdown in die Endzone. Nicks übernahm an diesem Abend die Hauptrolle von Victor Cruz, der in den letzten Wochen eigentlich für die Big Plays der Giants zuständig war.

Den Schlusspunkte setzte im letzten Spielabschnitt Mario Manningham, der nach einem 27 Yards Pass für den 24:2-Endstand sorgte. Einziger Wermutstropfen für New York an diesem Abend waren die Verletzungen der Defensivspieler Deon Grant und Aaron Ross. Ob sie gegen die Packers auflaufen können, bleibt abzuwarten, gut gebrauchen könnten sie die Giants gegen den auch läuferisch gefährlichen Aaron Rodgers allemal.

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