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NFL: NFL - Green Bay kassiert erste Saisonniederlage

19 Spiele hintereinander, davon 13 in dieser Spielzeit, hatten die Green Bay Packers in der NFL gewonnen, bis es zum krassen Außenseiter Kansas City Chiefs ging. Völlig unerwartet verlor der amtierende Super Bowl-Sieger mit 14:19.

Die Green Bay Packers haben nach 13 Erfolgen in Serie bei den Kansas City Chiefs in der NFL die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Rechnet man die vergangene Spielzeit hinzu, dann hatten die Packers sogar 19 Spiele hintereinander gewonnen. Der amtierende Champion verlor mit 14:19 und muss den Traum von einer perfekten Saison begraben.

Als einziges Team konnten bisher die Miami Dolphins mit einer "perfect Season" den Titel gewinnen. Im Jahr 1972 beendeten sie alle ihre 17 Spiele als Sieger. Die Trauer über die verpasste Chance hielt sich in Green Bay in Grenzen. "Für mich persönlich wäre eine ungeschlagene Saison ein nettes Extra gewesen. Das eigentliche Ziel ist, den Heimvorteil in den Playoffs zu erkämpfen und den Super Bowl zu gewinnen“, wurde Coach Mike McCarthy bei espn.com zitiert.

Toller Einstand für den Chiefs-Interimscoach  

Auch wenn Green Bay verletzungsbedingt einige Probleme hatte und auf Widereceiver Greg Jennings sowie Runningback James Starks verzichten musste, kam die Pleite einer Sensation gleich. Denn der Gegner aus Kansas hatte zuletzt vorwiegend mit sich selbst zu kämpfen und vor wenigen Tagen erst Coach Todd Haley gefeuert. Für ihn übernahm Romeo Crennel als Interimstrainer bis Saisonende die Verantwortung an der Seitenlinie.

"Jeder hatte das Spiel vorher schon als Sieg für die Packers notiert, aber die Jungs in der Kabine sind alle Football-Spieler und sie hatten beschlossen, sich nicht einfach entspannt zurückzulegen und zu ergeben. Also sind sie rausgegangen und haben ein großartiges Spiel gemacht", erklärte er bei espn.

Das galt auch für Quarterback Kyle Orton, der auch erst kürzlich verpflichtet wurde, da Stammquarterback Matt Cassel verletzt ist und dessen eigentlicher Ersatz Tyler Palko nicht überzeugen konnte. Orton begann die Saison in Denver, wurde dort allerdings von Tim Tebow aus dem Team verdrängt.

Orton überzeugt, Rodgers vermisst Jennings 

Gegen die Packers gewann Orton das Duell gegen Green Bays Quarterback Aaron Rodgers. Orton initiierte zwar nur einen Touchdown von Jackie Battle, der im letzten Viertel knapp fünf Minuten vor Schluss die vorentscheidende 19:7-Führung einbrachte, doch der Spielmacher brachte 23 von 31 Pässen für 299 Yards an den Mann und leistete sich keine Fehler. Die übrigen Zähler für die Chiefs besorgte Kicker Ryan Succop.

"Sie hatten einen guten Plan, dafür muss man sie loben", erkannte Packers-Star Rodgers bei espn.com an. Er selbst kam nicht wie gewohnt zum Zug, das Fehlen von Jennings beraubte ihn seiner beliebtesten Anspielstation und das störte den gewohnten Rhythmus.

Erst zum dritten Mal in seiner Karriere brachte Rodgers weniger als 50 Prozent seiner Pässe an den Mann (17 von 35). Ein Touchdown von Donald Driver und einer von Rodgers selbst, als er zwei Minuten vor dem Ende den Angriff mit einem acht Yards-Lauf selbst abschloss, waren schließlich zu wenig.

sportal.de / sportal

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