Rallye Dakar, 3. Etappe Jutta Kleinschmidt macht Boden gut


Am dritten Tag der Rallye konnten die deutschen Damen vorrücken: Die Kölnerin Kleinschmidt schob sich am Samstag auf den 27. Platz vor, die Mitsubishi-Pilotin Mayer verbesserte sich auf den zwölften Rang. Der Franzose Peterhansel führt.

Am dritten Tag der Rallye Dakar haben Jutta Kleinschmidt und Andrea Mayer Boden gut gemacht. Die Kölnerin Kleinschmidt schob sich am Samstag im neuen VW Touareg vom 30. auf den 27. Platz vor, die Mitsubishi-Pilotin Mayer (Hiemenhofen) verbesserte sich ebenfalls um drei Plätze und liegt nun schon auf dem zwölften Rang. Bei den Automobilen hat der französische Vorjahres-Dritte Stéphane Peterhansel im Mitsubishi Pajero erstmals die Führung übernommen und verwies den bisher führenden Spanier Josep-Maria Servia (Schlesser-Ford) um fünf Sekunden auf den zweiten Platz.

Kleinschmidt setzte in Castellon persönliche Bestmarke

Auf der nur 9 km langen Prüfung am Mittelmeerstrand der spanischen Stadt Castellon setzte die Wahl-Monegassin Kleinschmidt mit der elftschnellsten Zeit ihre erste persönliche Bestmarke mit dem brandneuen VW Touareg und war eine Sekunde schneller als Andrea Mayer. "Endlich Sand", jubelte Jutta Kleinschmidt, die 2001 als erste Frau den Marathon-Klassiker gewonnen hatte. "Das war heute eine gute Geschichte. Jetzt freue ich mich auf Afrika und die richtige Dakar", fügte die 41-jährige Diplom-Physikerin hinzu. Sie schickte allerdings noch einen kleinen Wermutstropfen nach.

In Afrika Start im Staub

"Schade, dass wir auf dieser Prüfung nicht den Sprung unter die besten Zehn geschafft haben, weil die ersten Zehn in Afrika mit größeren Abständen starten. Als Elfte werde ich wohl im dichten Staub fahren müssen", glaubt sie. Trotz der großen Streckenschwierigkeiten zog VW-Motorsportchef Kris Nissen ein positives Zwischenfazit aus der Dakar-Premiere des VW Touareg in Europa. "Das Interesse an unserem Auto war enorm. Die Technik spielte bisher gut mit."

Peterhansel im Mitsubishi Pajero führt

"Das war heute eine bedeutend bessere Strecke als gestern. Ich denke, wir haben uns gut behauptet", meinte die Journalistin Andrea Mayer, die am Freitag ihren 36. Geburtstag gefeiert hatte. In der Automobil-Wertung verteidigte der Belgier Grégoire de Mévius in dem vom deutschen X-Raid-Team eingesetzten BMW X5 seinen dritten Rang (Rückstand: 22 Sekunden) vor seinem französischen Partner Luc Alphand und den Mitsubishi Pajero mit dem Italiener Massimo Biasion und dem Japaner Hiroshi Masuoka. Dahinter reihte sich der schottische Dakar- Debütant Colin McRae, Rallye-Weltmeister von 1995, im Nissan ein.

Bei den Motorrädern ist Yamaha vorn

Bei den Motorrädern ließ der französische Yamaha-Pilot David Fretigné auch am dritten Tag eine große KTM-Armada hinter sich und vergrößerte mit dem zweiten Tagessieg seinen Vorsprung auf 16 Sekunden vor seinem Landsmann Cyril Despres (KTM).

Toni Hoffmann DPA

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