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Rallye Dakar: "Ein richtig guter Tag"

Egal, ob sie nun disqualifiziert wird oder nicht - Jutta Kleinschmidt beeindruckt bei der Dakar-Rallye weiter mit starken Leistungen. Am 13. Tag fuhr sie die fünftschnellste Zeit.

Die Kölnerin Jutta Kleinschmidt hat auch am 13. Tag der Wüsten-Rallye Dakar mit einer starken Leistung beeindruckt. Auf der 478 km langen Prüfung von Mali nach Mauretanien fuhr die Siegerin von 2001 im VW Touareg die fünftschnellste Zeit. Nach dem zweiten Platz auf der achten Etappe und dem dritten Rang am neunten Tag ist dies ihr drittbestes Ergebnis bei der diesjährigen Rallye Dakar. Andrea Mayer (Hiemenhofen) behauptete im Mitsubishi Pajero als Etappen-Elfte ihren sechsten Platz. Spitzenreiter blieb ihr französischer Teamkollege Stéphane Peterhansel mit 1:02:29 Stunden vor dem japanischen Vorjahressieger und Stallgefährten Hiroshi Masuoka.

Gesamtplatzierung spielt "keine Rolle"

"Das war heute ein richtig guter, aber auch ein schwerer Tag. Zu Beginn war die Piste etwas eng. Danach war die Navigation sehr schwierig", sagte die 41 Jahre Jutta Kleinschmidt. "Alle hatten Mühe, den richtigen Weg zu finden. Auch wir haben uns ein paar Mal vertan." Ihre Gesamtplatzierung spielt bei einem Rückstand von 20:38:41 Stunden für sie keine Rolle mehr. Wohl aber für ihren französischen Partner Bruno Saby, der seinen siebten Gesamtrang (Rückstand: 5:44:00 Stunden) behauptete.

Auch Meyer zufrieden

Auch Andrea Mayer war mit sich und ihrer Fahrt zufrieden. "Das war heute eine ganz angenehme Prüfung. Ich war schnell unterwegs und fand auch einen guten Rhythmus, aber ich sagte mir auch, ich darf nicht zuviel riskieren, weil es auch meine Aufgabe ist, meine Teamkollegen im Notfall zu unterstützen", meinte die Allgäuerin, deren Rückstand auf Peterhansel 5:04:24 Stunden beträgt.

Nissan Sieger der 13. Etappe

Die 13. Etappe ging eindeutig an Nissan. Der schottische Dakar- Debütant Colin McRae, Rallye-Weltmeister von 1995, erzielte im Pick- up überraschend seinen ersten Tagesieg vor seinen Teamkollegen Giniel de Villiers (Südafrika) und Ari Vatanen (Finnland). Mit dem Ausgang der Rallye haben aber alle drei Nissan-Piloten nichts mehr zu. Bester Nissan-Fahrer ist de Villiers auf dem elften Rang (Rückstand: 7:50:05 Stunden).

Spannung bei den Motorradfahrern

Während in der Automobil-Wertung Peterhansel souverän führt, ist bei den Motorrädern die Situation an der Spitze spannend. Der französische Vorjahressieger Richard Sainct reduzierte seinen Rückstand zu seinem führenden KTM-Stallgefährten Nani Roma (Spanien) von 10:16 Minuten auf nun 7:25 Minuten. Überraschender Tagessieger wurde der französische Yamaha-Pilot David Fretigne, der nach den Etappen in Europa vorne lag und als Gesamtzehnter in die KTM-Phalanx eindringen konnte.

Toni Hoffmann, DPA / DPA

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