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Rallye Dakar 2009: VW-Doppelführung durch Sainz und De Villiers

Carlos Sainz hat am zweiten Tag der Rallye Dakar in Südamerika die Kräfteverhältnisse wieder zurechtgerückt. Auf Etappe von Santa Rosa de la Pampa nach Puerto Madryn übernahm der Spanier im Touareg erstmals die Führung bei dem Marathon-Klassiker.

Sein südafrikanischer VW-Partner Giniel de Villiers und dessen deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof), 2006 Dakar-Zweite, sorgten mit ihrem zweiten Platz (Rückstand: 2:19 Minuten) für eine VW-Doppelführung. Auch Abonnements-Sieger Mitsubishi, Gewinner der letzten sieben Auflagen der Rallye in Afrika, meldete sich zurück. Der neunmalige Sieger Stéphane Peterhansel (Frankreich) verbesserte sich mit dem zweiten Tagesplatz hinter Sainz vom fünften auf den dritten Rang (Rückstand: 3:51 Minuten). "Das war heute eine sehr schwierige Prüfung", sagte der neue Spitzenreiter Sainz. "Wir fuhren im dichten Staub der vor uns gestarteten Motorradfahrer und mussten auch viele überholen."

Nasser Al-Attiyah hat Zeit verloren

Das BMW-X-Raid-Team aus Trebur mit Nasser Al-Attiyah aus Katar als Pilot musste die Führung nach nur einem Tag wieder abgeben. Auf der zweiten Prüfung büßte Al-Attiayh, 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen Vierter im Tontaubenschießen, viel Zeit ein und rutschte mit einem Rückstand von 4:15 Minuten auf den vierten Rang ab.

Der dreifache deutsche Rallye-Meister Dieter Depping (Wedemark), erstmals im offiziellen Dakar-Werkskader von Volkswagen, kämpfte sich unter die besten 30 vor. Der Niedersachse hatte am Samstag als zwischenzeitlicher Zweiter wegen eines Elektrikproblems eine Stunde verloren und kam auf Rang 80 ins Tagesziel.

Bei den Motorradfahrern verteidigte der spanische KTM-Pilot Marc Coma seine Führung. Auf der zweiten Etappe verlor der 32-jährige Dakar-Sieger allerdings 12:27 Minuten auf den niederländischen Tagessieger Frans Verhoeven (KTM), der sich durch seinen ersten Etappensieg vom vierten auf den zweiten Rang (Rückstand: 13:47 Minuten) verbesserte. Das führende KTM-Trio komplettiert der US- Amerikaner Jonah Street, der vom fünften auf den dritten Platz mit einem Rückstand von 15:46 Minuten aufrückte. Mehrere Privatfahrer aber erlebten in der Pampa den echten Dakar-Alltag. Sie blieben im Sand stecken.

Toni Hoffmann/DPA

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