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Rallye Dakar 2009: Araber hängt VW ab

Nasser Al-Attiyah aus Katar hat im BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams die Auftaktprüfung der Dakar-Premiere in Südamerika gewonnen. Der 38-Jährige fuhr einen Vorsprung von 2:17 Minuten auf Carlos Sainz im Volkswagen Touareg heraus.

Auf Rang drei folgte mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz der Südafrikaner Giniel de Villiers ebenfalls im Volkswagen. Die Außenseiter des privaten X-Raid-Teams legten damit einen Traumstart hin. "Tina" Thörner, Beifahrerin des Etappensiegers: "Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wir uns fühlten, als wir am Ziel ankamen und unsere großen Gegner - Stephane Peterhansel und Carlos Sainz – noch unterwegs waren." Aber die Außenseiter wissen auch, dass der Start nur eine Etappe war und es noch eine Menge Höhen und Tiefen vor der Rückkehr nach Buenes Aires warten.

Seriensieger Mitsubishi musste beim Dakar-Debüt des Diesel Racing Lancer auf der 733 Kilometer langen Etappe von Buenos Aires nach Santa Rosa de La Pampa einen leichten Dämpfer einstecken. Bester Pilot war der Franzose Luc Alphand auf Platz fünf mit einem Rückstand von 4:44 Minuten. Der ehemalige Abfahrts-Weltmeister hatte die Rallye 2006 gewonnen. Alphands Landsmann und Mitsubishi-Partner Stéphane Peterhansel, mit neun Siegen der ungekrönte "Dakar-König", erreichte mit einem Rückstand von 4:54 Minuten den sechsten Rang. Der Japaner Hiroshi Masuoka, Gewinner 2002 und 2003, blieb zur Tagesmitte mit einem Motorschaden liegen.

Die Pechvögel des Tages

Zu den Pechvögeln der ersten Auflage außerhalb Europas und Afrikas gehörten auch die Deutschen Dieter Depping/Timo Gottschalk (Wedemark/Berlin). Der dreifache deutsche Rallye-Meister aus Niedersachsen lag bis zur dritten Zeitkontrolle bei seinem Dakar- Debüt im offiziellen VW Touareg auf dem zweiten Platz. Danach büßte er fast eine Stunde ein und fiel weit zurück.

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Auf dem letzten Abschnitt traf es auch den Franzosen Guerlain Chicherit, der im zweiten X-Raid-BMW bis 70 Kilometer vor dem Prüfungsziel in Führung lag und wegen eines Unfalls in der Pampa Humeda liegen blieb. Der sechsmalige deutsche Rallye-Champion Matthias Kahle (Köln) und sein Hamburger Beifahrer Thomas Schünemann erreichten im privaten Honda Buggy den 20. Tagesplatz.

Die Motorrad-Tageswertung sicherte sich der Spanier Marc Coma auf seiner KTM 690. Der 32 Jahre alte Dakar-Sieger von 2006 fuhr einen deutlichen Vorsprung von 22:05 Minuten auf seinen polnischen KTM- Kollegen Jacek Czachor heraus.

DPA

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