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Sieg gegen Mazedonien: Handballer verhindern vorzeitiges EM-Aus

Aufatmen im DHB-Team: Bei der Handball-EM hat die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger gegen Mazedonien den ersten Sieg geholt. Der knappe Erfolg gegen Mazedonien wahrt auch die Chance auf die Olympia-Qualifikation.

Am Ende flogen Feuerzeuge, Tröten und Münzen: Mit einem gehaltenen Wurf kurz vor Spielende hat Silvio Heinevetter im Hexenkessel von Nis den deutschen Handballern den ersten EM-Sieg gesichert und die mazedonischen Fans zum Ausrasten gebracht. Durch das 24:23 (12:12) am Dienstag gegen Mazedonien bleibt die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) zudem im Rennen um einen Olympia-Platz. In dem packenden Krimi vor mehr als 4000 Zuschauern überwiegend aus Mazedonien warf Lars Kaufmann (6) die meisten deutschen Tore. Oliver Roggisch sah in der 50. Minute nach drei Zeitstrafen Rot.

"Wenn man mit einer Niederlage startet, kann es nur besser werden", verbreitete Spielmacher Michael Haaß Zuversicht auf den ersten EM-Sieg unter Bundestrainer Martin Heuberger. Der Göppinger und seine Mitspieler hatten sich auf eine hitzige Atmosphäre im "Auswärtsspiel" vor 4000 enthusiastischen Fans eingestellt. Die Halle war nahezu komplett in mazedonischer Hand. Die Nationalfarben Rot und Gelb dominierten das Bild.

"Deutschland, Deutschland, auf Wiedersehen"

Schon beim Aufwärmen wurde die deutsche Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert empfangen. Zudem stellten die mazedonischen Anhänger ihre Deutschkenntnisse unter Beweis und sangen "Deutschland, Deutschland, auf Wiedersehen". Bei Entscheidungen der isländischen Referees Leifsson/Palsson gegen ihre Mannschaft zeigten die Anhänger in Rot-Gelb aber auch ihre hässliche Seite: Immer wieder warfen sie Feuerzeuge und andere Gegenstände auf das Spielfeld und provozierten damit Unterbrechungen.

Unbeeindruckt von der Hexenkessel-Atmosphäre startete die deutsche Mannschaft in die Partie. Allerdings sorgte Bundestrainer Heuberger für eine Überraschung: Er verzichtete auf seinen Kapitän Pascal Hens und stellte stattdessen Kaufmann auf. Zudem vertraute er im Tor Carsten Lichtlein statt Silvio Heinevetter.

Mannschaft bleibt ruhig und konzentriert

Trotzdem demonstrierte die DHB-Auswahl mit einer schnellen 3:0-Führung (4.) die im ersten Spiel vermisste Treffsicherheit. Zwar büßten die Deutschen beim 3:3 (7.) ihren Vorsprung wieder ein. Doch ließen sie sich davon ebenso wenig verunsichern wie vom ersten Rückstand beim 6:7 (16.). Vielmehr blieb die Mannschaft ruhig und konzentriert und ließ sich nicht aus dem Takt bringen. Als Kreisläufer Christoph Theuerkauf dem mazedonischen Schlussmann Petre Angelov beim Abwurf den Ball stibitzte und zum 11:9 (26.) traf, führte die DHB-Auswahl erstmals mit zwei Toren.

Allerdings ließen sich die Mazedonier um ihren Rückraumstar Kiril Lazarov nicht abschütteln, glichen zum 12:12-Pausenstand aus und brachten die deutsche Mannschaft mit 15:17 (40.) ins Hintertreffen. Nach dem erneuten Ausgleich beim 17:17 (43.) stand die Partie bis zum Ende auf des Messers Schneide.

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