HOME

Sony Ericsson Open in Miami: Petkovic tanzt sich an die Weltspitze

Erst Caroline Wozniacki, dann Jelena Jankovic und nun Maria Scharapowa? Bei ihrem Siegeszug in Miami hat Andrea Petkovic die Großen des Damen-Tennis reihenweise bezwungen und ist zum Liebling der Massen avanciert. Auch nach dem Halbfinale will sie wieder den "Petko-Dance" zeigen.

Andrea Petkovic ist in Miami zum Schrecken der Tennis-Stars und zum Liebling der Medien geworden. Bei den Sony Ericsson Open ist die Darmstädterin in Bestform. Nach ihrem Achtelfinal-Coup über die Nummer eins Caroline Wozniacki legt Petkovic auch im Viertelfinale gegen die ehemalige Weltranglistenerste Jelena Jankovic aus Serbien mit 2:6, 6:2, 6:4 eine Meisterleistung hin. Der Schlüssel zum Sieg war für die Fed-Cup-Spielerin eine rund eineinhalbstündige Regenpause, nach der sie beim Stand von 2:5 im ersten Satz mit neuem Mut und voller Trotz aus der Kabine kam. "Die Regenpause war meine Rettung", sagte die Power-Frau, die schon in der nächsten Woche zu den Top 20 der Weltrangliste zählen wird.

Mit ihrer offenen Art und ihrem unbändigen Kampfgeist ist die Deutsche zum Liebling der Massen in Miami avanciert. Auch die Medien sind längst auf sie aufmerksam geworden. Als "charismatic newcomer", bezeichnet die Zeitung "Miami Herald" die 23-Jährige am Mittwoch. Bei Miamis Zuschauern besonders beliebt ist ihr "Petko-Dance", den sie nach jedem Sieg vollführt. War der Tanz vor den US Open 2011 eigentlich nur das Resultat einer Wette mit ihrem Trainer, ist er jetzt zu einer Art Ritual und Markenzeichen der Politikstudentin geworden.

Zum dritten Mal gegen Scharapowa

Im Halbfinale am Donnerstag wartet auf die Einser-Abiturientin mit der Russin Maria Scharapowa, die nach 3:28 Stunden die Rumänin Alexandra Dulgheru mit 3:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5) niederrang, eine weitere einstige Tennis-Queen. Doch in ihrer derzeitigen Form muss Petkovic vor der früheren Wimbledon-Siegerin nicht bange sein. "Ich werde alles dafür tun, um sie zu schlagen", kündigt Petkovic an. Nach ihrer Siegesserie über Wozniacki und Jankovic hat sie neues Selbstvertrauen gesammelt. "Ich habe immer an mich geglaubt, dass ich auch die Top-Champions schlagen kann. Dass es jetzt an zwei Tagen nacheinander passiert, ist wichtig, denn einen guten Tag kann man immer mal haben", bilanziert Petkovic stolz nach ihrem Kraftakt.

In der Vorschlussrunde kommt es nun zum dritten Aufeinandertreffen mit Scharapowa, derzeit Nummer 13 der Tennis-Welt. Im Achtelfinale der Australien Open hatte Petkovic die Russin souverän mit 6:2, 6:3 besiegt. Angst, sich bei den Drei-Satz-Siegen gegen Wozniacki und Jankovic zu sehr verausgabt zu haben, hat Petkovic nicht: "Ich werde in ein Steakhaus gehen, acht Steaks essen und dann bin ich wieder fit."

jas/DPA / DPA

Wissenscommunity