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Sportwelt: Deutschland nähert sich dem Halbfinale der Handball-WM

Im ersten Spiel der Hauptrundengruppe II erkämpfte sich die deutschen Handballer mühevoll ein 30:21 (14:13) gegen Tunesien.

Lissabon ins Halbfinale der Weltmeisterschaft geebnet. Im ersten Spiel der Hauptrundengruppe II erkämpfte sich der EM-Zweite am Mittwoch mühevoll ein erst am Ende deutliches 30:21 (14:13) gegen Tunesien. Nach dem sechsten Sieg in Folge benötigt die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) am Donnerstag (15.15 Uhr/live ARD) gegen den WM-Dritten Jugoslawien noch einen Erfolg für den Halbfinal- Einzug.

Florian Kehrmann bester Torschütze

Vor nur rund 800 Zuschauern in der Stadtsporthalle war Florian Kehrmann (6) vom Bundesliga-Spitzenreiter TBV Lemgo bester Torschütze für das Team von Bundestrainer Heiner Brand. Hingegen sah der Lemgoer Rückraumspieler Volker Zerbe nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte (50.). Zuvor war bei den nie aufsteckenden Tunesiern bereits Sahbi Ben Aziza (40.) disqualifiziert worden. Insgesamt verhängten die Schiedsrichter Walentin Wakula/Alexander Ljudowik (Ukraine) 32 Strafminuten.

Nordafrikaner zunächst in Führung

Schon nach wenigen Minuten zeigten die Tunesier, dass die Warnungen von Bundestrainer Brand vor der Spielweise der Nordafrikaner berechtigt waren. Nur sechs Minuten benötigten sie, um die 2:0-Führung der DHB-Auswahl zum 4:4 (8.) auszugleichen. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte ließ sich der WM-Zehnte nicht abschütteln. Selbst der 9:5-Vorsprung (15.) des EM-Zweiten war beim 13:13 (28.) wieder aufgebraucht. Vor allen Dingen ließen sich die deutschen Spieler von der aggressiven Deckung der Tunesier oft zu voreiligen Abschlüssen verleiten und verloren so häufig den Ball.

Nicht immer zimperlich

Auch im zweiten Durchgang gingen die Tunesier nicht immer zimperlich zur Sache. Nachdem Pascal Hens (Wallau-Massenheim) schon mit einer Schienbeinverletzung aus der Kabine kam, wurde Spielmacher Markus Baur (Lemgo) in der 37. Minute beim Kampf um den Ball rüde auf die Stühle der tunesischen Auswechselspieler gestoßen. Trotzdem behielten die deutschen Spieler gegen den kommenden WM-Gastgeber die Nerven und ließen sich nicht zu Revanchefouls hinreißen. Stattdessen versuchten sie, ruhig ihr Spiel aufzuziehen.

Das Foul an Baur leitete die Wende ein. Sahbi Ben Aziza erhielt seine dritte Zeitstrafe und sah dafür Rot. In den folgenden Minuten setzte sich die deutsche Mannschaft vom 16:16 (37.) bis auf 22:16 (45.) ab. Damit verschaffte sich das Brand-Team den entscheidenden Vorteil für den Erfolg.

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