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Stabhochsprung: Silbermedaille für Annika Becker

Annika Becker hat den WM-Bann mit einem unerwarteten Höhenflug beendet. Die 21-Jährige holte sich überraschend die Silbermedaille im Stabhochsprung.

Annika Becker hat den WM-Bann mit einem unerwarteten Höhenflug beendet. Die 21-jährige Erfurterin holte sich mit einem 4,70 m Sprung am Montag in Paris überraschend die Silbermedaille im Stabhochsprung und die erste Medaille für das deutsche Team. Neue Weltmeisterin wurde die Russin Swetlana Feofanowa mit 4,75 m. Bronze sicherte die aktuelle Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa (Russland/4,65). "Ich hoffe, dass dies den Anschub gibt und andere nachziehen", sagte Annika Becker.

Mit der Medaille geliebäugelt

Die zweimalige Titelgewinnerin und 17-malige Weltrekordlerin Stacy Dragila (USA) scheiterte schon an 4,60 m und belegte Rang vier. Die Stuttgarterin Yvonne Buschbaum wurde Sechste und kam über 4,50 m nicht hinaus. "Ich habe mit der Medaille geliebäugelt, aber nicht gerechnet", freute sich Rüdiger Nickel, Leistungssportchef des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Angeschlagen

Die beiden deutschen Athletinnen gingen mit kleinen Handicaps in den WM-Medaillenkampf, den Carolin Hingst (Mannheim) nach dem Scheitern in der Qualifikation nicht erreichte. Während Buschbaum an einer Achillessehenreizung laboriert, plagte Becker eine Erkältung. "Ich habe mich gestern noch ziemlich mies gefühlt", berichtete Becker.

Enttäuschung bei Buschbaum

Für die super-ehrgeizige Unteroffizierin Yvonne Buschbaum, die wegen einer Mandelentzündung auf die Hallen-WM in Birmingham verzichten musste, gab es kein anderes Ziel, als ein Platz unter den ersten Drei. "Wenn ich keine Medaille hole, bin ich sehr enttäuscht", hatte die 23-jährige Schwäbin und WM-Siebte von 2001 noch im Trainingslager in Kienbaum erklärt. Schließlich konnte sie ihre persönliche Bestleistung bei ihrem dritten nationalen Titelgewinn im Juli in Ulm auf 4,70 m und damit ihre WM-Aussichten steigern. Doch an der Seine klappte es mit dem Start in den Himmel nicht: "Es war kein gutes Flugwetter für mich."

Wie schnell Medaillenträume enden können, musste Annika Becker bei der EM in München erleben, wo bei 4,50 m und Platz fünf Endstation war. Dass sie zu den Kandidaten für einen 4,80-m-Sprung gehört, zeigte sie bei ihrem - inzwischen übertrumpften - Europarekord im letzten Jahr (4,77 m). Und ihr Motto, erwies sich in Paris fast als richtig: "Keine ist unschlagbar."

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