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Tennis: Angelique Kerber vergibt fünf Matchbälle und verliert Finale in Eastbourne

Angelique Kerber hat zwei Tage vor Wimbledon einen Turniersieg verpasst. Kerber unterlag im englischen Eastbourne gegen Tamira Paszek aus Österreich 7:5, 3:6, 5:7 und vergab dabei fünf Matchbälle. Am Ende saß die Kielerin weinend auf ihrem Stuhl. 

Als sich gegen Ende des zweiten Satzes des Finales von Eastbourne abzeichnete, dass die Partie zwischen Angelique Kerber und Tamira Paszek in einen dritten Satz gehen würde, hätten die Graveure eigentlich schon einmal den Namen der Siegerin in die Trophäe einfräsen können. Denn in Matches über die volle Distanz macht Kerber einfach niemand etwas vor. Es kam dennoch anders, am Ende weinte die Deutsche.

Kerber patzt bei Generalprobe

Bei der Generalprobe für Wimbledon verlor Angelique Kerber im Finale von Eastbourne trotz fünf Matchbällen mit 7:5, 3:6 und 5:7. Der Traum vom dritten Turniersieg in diesem Jahr nach Paris und Kopenhagen war ausgeträumt und nun muss sich Kerber für das Grand Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon einen anderen Motivationsweg suchen.

Kerber hatte den deutlich besseren Start erwischt, lag schnell mit 3:0 in Führung. Doch Paszek kam zurück, riskierte viel und wurde mit dem 3:3 belohnt. In der Folge behaupteten beide Damen ihre Service Games, ehe drei Patzer der Österreicherin und eine tolle Rückhand der Deutschen Kerber zum Satzgewinn breaken ließen.

Paszek angeschlagen, aber gefährlich 

Im zweiten Durchgang hatte dann Paszek die Nase vorn, profitierte von einem Fehler Kerbers und holte sich das Break zum 2:1. Kerber hatte in der Folgezeit zwar die Möglichkeiten für das Rebreak, doch versäumte es, diese auch zu nutzen. Stattdessen durchbrach die Österreicherin erneut ihren Aufschlag und glich nach Sätzen aus.

Im dritten Satz war es vier Spiele lang eine ausgeglichene Veranstaltung. Doch dann erhöhte Kerber das Tempo, ging mutig nach vorne und wurde mit dem Break zum 3:2 belohnt. Mit eigenem Aufschlag bestätigte sie das Break und hatte kurz darauf bei 5:3-Führung und Service Paszek bereits fünf Matchbälle. Die Österreicher konnte alle bravourös abwehren, kam noch einmal 4:5 heran. Paszek ließ sich beim Seitenwechsel minutenlang an der zuvor bei einem Wegrutscher verletzten Wade behandeln.

Kerber aus dem Konzept gebracht 

Die abgewehrten Matchbälle und die kurze Zwangspause zeigten Wirkung bei Kerber. Sie schaffte es nicht, bei eigenem Aufschlag das Match zu beenden. Am Ende hatte Tamira Paszeck die Nase vorn und gewann den dritten Satz mit 7:5. Für Paszeck war es der dritte Turniersieg bei der mit 637.000 Dollar dotierten Veranstaltung. Kerber dagegen saß auf ihrer Bank und weinte. Nun wartet Wimbledon.

Auch Philipp Petzschner hatte keinen Grund zum Feiern. Er hatte wenige Stunden zuvor in den Niederlanden seinen zweiten ATP-Titel verpasst. Der 28-Jährige verlor im Finale von 's-Hertogenbosch gegen den an Nummer eins gesetzten Spanier David Ferrer 3:6, 4:6. Die Niederlage bei dem 398.250-Euro-Turnier war Petzschners dritte Final-Teilnahme. 2008 hatte der Bayreuther in Wien gewonnen, vergangenes Jahr in Halle/Westfalen hatte er gegen Philipp Kohlschreiber im zweiten Satz aufgegeben. 

sportal.de / sportal

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