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Tennis: French Open - Kerber, Görges und Haas in der dritten Runde

Einen Abbruch, wie ihn Angelique Kerber und Cedric Marcel Stebe einen Tag zuvor erleben mussten, wollten Julia Görges und Tommy Haas entgehen. Dies gelang ihnen auch erfolgreich. Kerber hatte die Nacht Unterbrechung in ihrem Zweitrundenmatch der French Open ebenfalls wenig anhaben können, während Stebe in Paris das Aus ereilte. Auch Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer müssen abreisen.

Auch eine Unterbrechung von einer Nacht hat Angelique Kerber nicht von einem Sieg gegen Olga Govortsova abbringen können: Sie bezwang die Weißrussin in der zweiten Runde der French Open mit 6:3 und 6:2.

Die Zweitrundenpartie der Kielerin war am Mittwochabend wegen Regens und Dunkelheit beim Stand von 1:2 aus ihrer Sicht abgebrochen worden. "Es war nicht einfach. Das war eine ganz neue Situation für mich", sagte Kerber nach der zähen Hängepartie. "Es war eine lange Nacht für mich und ein ganz komisches Spiel."

Kerber reichte gegen die Nummer 77 der Tenniswelt, Govortsova, eine solide Leistung. In der nicht hochklassigen Partie zeigte sich die Norddeutsche gerade in den wichtigen Situationen im ersten Durchgang hellwach und hatte im zweiten Satz recht leichtes Spiel. "Ich habe noch Potenzial nach oben", gestand die 24-Jährige. "Aber das ganze Warten hat Energie gekostet, und man muss auch an schlechten Tagen gewinnen können."

"Angie hat das Soll erfüllt"

Mit einem Ass bei ihrem ersten Matchball machte sie nach einer Stunde und 15 Minuten ihren ersten Drittrundeneinzug bei den French Open perfekt. Nun trifft die Senkrechtstarterin, die in diesem Jahr in Paris und Kopenhagen ihre bisherigen beiden WTA-Titel gefeiert hatte, auf Flavia Pennetta (16 der Setzliste).

Gegen die Italienerin liegt sie im Vergleich 1:2 zurück. "Angie hat das Soll erfüllt. Sie war heute souverän die bessere Spielerin", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner über Kerber. "Gegen Pennetta ist alles offen."

Görges und Haas gewinnen Wettrennen mit der Dunkelheit

Nach Kerber erreichte auch Julia Görges bei dem mit 17,226 Millionen Euro dotierten Turnier im Stade Roland Garros die Runde der besten 32. Görges bezwang die britische Qualifikantin Heather Watson mit 6:3, 6:4 - gerade noch rechtzeitig vor der drohenden Dunkelheit.

Das gelang auch Tommy Haas: Im Eiltempo gewann der 34 Jahre alte Weltranglisten-112. sein Spiel gegen den Ukrainer Sergey Stakhovsky mit 6:2, 6:3, 6:2 und beeindruckte vor allem durch sein konsequentes Return-Spiel.

Stebe, Mayer und Kohlschreiber raus

Ausgerechnet Oldie Haas ist der einzig verbliebene der zehn deutschen Herren-Starter. München-Sieger Philipp Kohlschreiber, Cedrik-Marcel Stebe und Florian Mayer mussten auch ihre Koffer packen. Der an Nummer 32 gesetzte Mayer musste sich dem argentinischen Qualifikanten Eduardo Schwank 6:2, 3:6, 4:6, 6:7 (4:7) geschlagen geben und verpasste ein Duell mit Top-Favorit Rafael Nadal. "Ich hätte gern eine bessere Sandplatzsaison gespielt", haderte Mayer. "Aber das Leben geht weiter und die nächsten Turniere stehen an." Er reist jetzt nach Halle. Rasen kommt Mayer als Belag gelegen.

Kohlschreiber zog den Kürzeren gegen den Argentinier Leonardo Mayer 6:7 (5:7), 6:7 (4:7), 5:7. Und Newcomer Stebe unterlag in seinem vertagten Match dem französischen Publikumsliebling Jo-Wilfried Tsonga mit 2:6, 6:4, 2:6, 1:6 (Abbruch bei 1:1 im dritten Satz). "Es ist eine gute Erfahrung, mal eine Runde zu gewinnen und hier gegen so einen großen Spieler auf so einem großen Platz zu spielen", sagte Stebe, der 91. der Weltrangliste. Der 21-jährige Schwabe räumte aber ein: "Es war schwer für mich, mit der Pause umzugehen."

sportal.de / sportal

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