HOME

Tennis: Stuttgart - Barthel im Viertelfinale, Görges raus

Comeback-Qualitäten wie bei ihrem Lieblingsclub Bayern München vermissten die Zuschauer beim WTA-Turnier in Stuttgart bei Julia Görges. Trotz gewonnenem zweiten Satz konnte die Titelverteidigerin das Aus gegen Sam Stosur nicht abwenden. Deutlich besser machte es Mona Barthel. 

Überglücklich strahlte Mona Barthel nach ihrem überraschend glatten 6:3, 6:1-Erfolg über Marion Bartoli in die Kamera. "Das war definitiv eines der besten Matches meiner Karriere", freute sie sich über den Sieg, der sie in gerade einmal 71 Minuten ins Viertelfinale des WTA-Turniers von Stuttgart brachte.

Die Leistung von Barthel war in der Tat erstklassig gewesen. Service, Return und der ganze Spielrhythmus passten von vorne bis hinten und sorgten dafür, dass die Französin Bartoli eigentlich zu keinem Zeitpunkt in die Partie fand. Die konzentriert und überlegt spielende Barthel servierte zeitweise mit über 180 Stundenkilometern, schlug sieben Asse und 36 Winner.

"Das Spiel von Marion hat mir ganz gut gelegen. Ich habe sehr schnell meinen Rhythmus gefunden und wieder sehr gut aufgeschlagen", analysierte die Schleswig-Holsteinerin. Im ersten Satz hatte sie Bartoli zur 3:1-Führung erstmals den Aufschlag abnehmen können und entschied den Durchgang nach 36 Minuten standesgemäß mit einem Aufschlag-Winner für sich.

Auch im zweiten Abschnitt gelang Barthel ein schnelles Break. Damit war der Widerstand von Bartoli praktisch gebrochen, zumal Barthel beeindruckend ruhig und souverän ihr Spiel durchzog. Vor allem mit ihrer starken Rückhand cross kam sie immer wieder zu Punkten und verwandelte ihren ersten Matchball.

Titelverteidigerin Görges scheitert an Stosur

Davon konnte die Titelverteidigerin Julia Görges jedoch nur träumen. Mit 2:6, 6:2, 3:6 unterlag sie Sam Stosur und darf bereits nach dem Achtelfinale die Koffer packen. Auf ein ähnliches Comeback wie ihr Lieblingsclub FC Bayern, dessen Finaleinzug in der Champions League Görges gestern Abend im Münchner-Trikot verfolgt hatte, hofften die Fans in Stuttgart vergeblich, obwohl sie nach dem glatt verlorenen ersten Satz im zweiten tatsächlich noch einmal zurückkam.

"Versuch an dein eigenes Spiel zu denken", hatte ihr Coach Sascha Nensel bei den Seitenwechseln immer wieder eingetrichtert. "Beschäftige sie, lass sie spielen und setze dann deine Vorhand ein. Dann bekommst du deine Chancen." Und so kam es dann zunächst auch. Görges besann sich auf ihre Stärken, schaffte ein frühes Break und ließ sich diesen Vorsprung dann auch nicht mehr streitig machen.

Im dritten war dann aber wieder Stosur am Drücker, nachdem Görges eine Breakchance vergeben hatte. Im vierten Spiel des Durchgangs gelang dann Stosur das vorentscheidende Break zum 3:1. Die Führung baute sie schnell aus, Görges hielt zwar ihre weiteren Aufschlagspiele, beim Service der Australierin hatte sie aber nichts zu melden und so entschied Stosur nach 100 Minuten mit einem Ass das Match zu ihren Gunsten.

sportal.de / sportal

Wissenscommunity