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Tour de France: Cavendish siegt - Lang im Bergtrikot

Mark Cavendish hat auf der 12. Etappe seinen dritten Tagessieg gefeiert. Von dem Auschluss des gedopten Ricco profitierte Sebastian Lang, der in das vakante Bergtrikot fuhr. Unterdessen warten die Beteiligten auf den nächsten Doping-Fall.

Am turbulentesten Tag der diesjährigen Tour de France hat Mark Cavendish seinen dritten Tagessieg gefeiert und sich endgültig zum neuen Sprintkönig gekrönt. Nach dem Schock des dritten Doping-Falls Riccardo Ricco, dessen Saunier-Duval-Team vor dem Start der 12. Etappe am Donnerstag die Tour verließ, setzte sich der britische Radprofi vor dem Franzosen Sylvain Chavanel und Gert Steegmans aus Belgien in dem auf nur noch 158 Fahrer dezimierten Feld durch.

Erik Zabel (Unna) vom Milram-Team belegte den vierten Platz. Der australische Topfavorit Cadel Evans verteidigte sein Gelbes Trikot mühelos mit einer Sekunde Vorsprung vor Frank Schleck (Luxemburg). Dafür schlüpfte Gerolsteiner-Profi Sebastian Lang erstmals ins Bergtrikot.

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Mindestens ebenso interessant wie der Streckenabschnitt über 168,5 Kilometer von Lavelanet nach Narbonne waren die Auswirkungen des Doping-Falls Ricco und des damit verbundenen Rückzugs von Saunier Duval. Riccos Bergtrikot übernahm der Erfurter Lang, der in dieser Wertung einen Sprung von Rang drei auf eins machte und am Donnerstag einen weiteren Zähler einsammelte. Das Feld der Nachwuchsfahrer führt nun der Italiener Vicenzo Nibali an. Zudem werden sich wohl die von Ricco jeweils auf den zweiten Platz verwiesenen Alejandro Valverde (6. Etappe) und Wladimir Efimkin (9. Etappe) nachträglich über einen Tagessieg "freuen" dürfen.

Kurz nach dem Start in Lavelanet versuchten die Franzosen Samuel Dumolin und Arnaud Gerard in einem Ausreißversuch ihr Glück, 54 Kilometer vor dem Ziel gesellte sich der Spanier Juan Jose Oroz zu ihnen. Das Peloton hielt das Trio im Rennverlauf an der kurzen Leine und ließ die drei "Flüchtlinge" nicht mehr als eineinhalb Minuten weg. Vor allem die Sprinter-Mannschaften drückten aufs Tempo, um in Narbonne für die erwartete Massenankunft zu sorgen.

DPA / DPA

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