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Vierschanzentournee: Acht DSV-Springer sind Neujahr dabei

Gemischte Bilanz der Qualifikation zum Neujahrsspringen: Zwar sind acht deutsche Skipringer bei der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen dabei. Chancen auf eine Spitzenplatzierung dürfte aber niemand haben.

Deutschlands Skispringer haben in der Qualifikation für das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee keine Hoffnungen auf einen Podestplatz wecken können. Zwar schafften insgesamt acht DSV-Springer den Einzug in den Wettbewerb am Freitag, doch wie schon beim Auftakt in Oberstdorf konnte in der Ausscheidung niemand mit den Besten mithalten. "Es war eine solide Qualifikation. Wir sind in der Breite gut aufgestellt, aber die Spitzenleistung fehlt. Es war aber zumindest ein Lebenszeichen", bilanzierte Bundestrainer Werner Schuster am Donnerstag.

Bester Deutscher war Andreas Wank mit 126 Metern auf Rang neun. Der Oberhofer wurde nachträglich um zwei Plätze nach oben gestuft, weil Qualifikationssieger Andreas Kofler aus Österreich und der zweitplatzierte Schweizer Simon Ammann wegen nicht regelkonformer Sprunganzüge disqualifiziert wurden. Beide Springer dürfen am Freitag dennoch am zweiten Tournee-Wettbewerb teilnehmen, da sie aufgrund ihrer Top-Ten-Platzierung im Gesamtweltcup für den Wettkampf gesetzt waren. Zum Sieger der Ausscheidung avancierte nachträglich der Österreicher Thomas Morgenstern mit einem Sprung auf 130,5 Meter.

Souveräner Einzug

Von den deutschen Springern setzte sich neben Wank auch Michael Neumayer ordentlich in Szene. Der Berchtesgadener belegte mit 125,5 Metern den 14. Platz. "Ich habe mich durch das Negativerlebnis in Oberstdorf nicht rausbringen lassen. Heute hat es gut funktioniert", sagte er. Direkt dahinter landete Richard Freitag, der erneut eine ordentliche Vorstellung ablieferte und mit 123,5 Metern souverän den Einzug in den Wettbewerb schaffte. "Das war ein klasse Sprung. Er ist ein toller Typ", lobte Schuster den Youngster. Pascal Bodmer, der beim Auftakt als Zwölfter überzeugt hatte, kam dagegen nur auf 121,5 Meter und Rang 25.

Weiter auf Formsuche

Weiter auf Formsuche befindet sich Martin Schmitt, dem mit 123 Metern aber zumindest locker die Qualifikation gelang. "Meine Anfahrtposition stimmt nicht ganz. Dadurch fehlt mir ein Meter Höhe am Hang. Ich hoffe, dass ich morgen frischer bin, dann sollte der Absprung besser gelingen", sagte Schmitt.

Wie seine Teamkollegen wird der Routinier ganz beschaulich ins neue Jahr rutschen. "Silvester verliert Jahr für Jahr an Bedeutung. Meistens sind wir bis Mitternacht wach, danach legt man sich so schnell wie möglich hin. Um halb eins ist dann das Licht aus", sagte der 31-Jährige.

Glück hatte Michael Uhrmann, der nach einem Hüpfer auf 114,5 Meter gerade noch so in das 50 Springer starke Starterfeld rückte. Er muss am Neujahrstag gegen Rekordsieger Janne Ahonen aus Finnland antreten und wahrscheinlich auf die Lucky-Loser-Wertung hoffen. Verstärkung erhält das A-Team am Freitag von einem Duo aus der nationalen Gruppe, denn auch Severin Freund und Maximilian Mechler konnten sich qualifizieren.

DPA / DPA

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