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Wimbledon: Wimbledon - Görges, Lisicki und Mayer in Runde drei

Eine kampftstarke Sabine Lisicki und das Duell zwischen Florian Mayer und Philipp Petzschner waren aus deutscher Sicht die Höhepunkte des dritten Wimbledon-Tages. Federer machte mit Fabio Fognini gewohnt kurzen Prozess.

Sabine Lisicki ballte energisch die Faust und war die personifizierte Erleichterung: Mit einem Zittersieg hat die Vorjahreshalbfinalistin in Wimbledon die dritte Runde erreicht. 3:6, 6:2, 8:6 hieß es nach 2:22 Stunden Spielzeit gegen die Serbin Bojana Jovanovski.

"Ich finde, ich habe gut gekämpft. Ich liebe es hier einfach zu spielen und das gibt mir extra Energie. Man hat diese Momente vom letzten Jahr noch im Kopf", sagte Lisicki. In London hatte die Berlinerin im Vorjahr ihren größten Karriereerfolg gefeiert, als sie erst im Halbfinale an Maria Sharapova scheiterte. Vor den diesjährigen All England Championships hatte Lisicki vier Auftakt-Niederlagen in Serie kassiert, darunter das Erstrunden-Aus bei den French Open.

"Egal wie - Bine hat gewonnen. Sie steht in der dritten Runde und hat weiteres Selbstvertrauen zurückgewonnen", meinte die sichtlich erleichterte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner. "Der Schlüssel war, dass sie heute mental nicht zusammengebrochen ist", sagte Lisickis Mentor Nick Bollettieri.

Florian Mayer und Julia Görges setzen sich durch

Auch Florian Mayer musste für seinen Drittrundeneinzug hart kämpfen: Im deutschen Duell holte er gegen Philipp Petzschner einen 0:2-Satzrückstand auf, um sich am Ende noch mit 3:6, 3:6, 6:4, 6:2, 6:4 durchzusetzen.

Leichter machte es sich Julia Görges. Sie bezwang in ihrer am Vorabend unterbrochenen Erstrunden-Hängepartie die Israelin Shahar Peer mit 6:2, 6:2. "Ich fand mein Spiel richtig gut. Aber der Anspruch kann nicht nur noch sein, hier die erste Runde zu gewinnen", sagte Görges selbstbewusst.

Beck und Brown unterliegen, Federer wieder im Eiltempo

Auch Björn Phau behielt beim "Nachsitzen" die Nerven: Er beendete sein Auftaktmatch gegen Wayne Odesnik aus den USA mit 6:3, 3:6, 6:7 (3:7), 6:3, 6:4. Lisicki bekommt es nun mit dem gefährlichen US-Youngster Sloane Stephens zu tun. Den einzigen Vergleich mit der 19-Jährigen verlor sie in zwei Sätzen auf Sand im Mai 2011 in Italien.

Ausgeschieden in Runde eins sind dagegen die Qualifikanten Annika Beck und Dustin Brown. In ihrem Grand-Slam-Premierenmatch verpasste die 18 Jahre alte French-Open-Juniorensiegerin beim 3:6, 6:3, 3:6 gegen die Weißrussin Olga Govortsova eine Überraschung. Brown unterlag erwartungsgemäß dem an sieben gesetzten Spanier David Ferrer mit 6:7 (5:7), 4:6, 4:6. Damit sind sieben der 15 gestarteten Deutschen bereits gescheitert.

Roger Federer ließ sich und seinem Gegner wie schon im Auftaktmatch nicht viel Zeit. Er fegte den Italiener Fabio Fognini mit 6:1, 6:3, 6:2 vom Rasen. In der dritten Runde trifft der Schweizer entweder auf Michael Russell oder Julien Benneteau, die ihr Spiel noch austragen müssen.

sportal.de / sportal

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