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Wintersport: Erster Super G-Sieg für Rebensburg

Zwar halfen ein Fahrfehler von Lindsey Vonn und eine niedrige Startnummer erheblich mit, doch die starke Leistung von Viktoria Rebensburg im Super G von Schladming sollte das nicht schmälern. Die deutsche feierte ihren Premieren-Sieg in einer alpinen Speed-Disziplin.

In der Abfahrt von Schladming hatte Lindsey Vonn die Konkurrenz noch nach Belieben düpiert und mit riesigem Vorsprung gewonnen. Danach sah es auch im Super G aus, bis ein Fahrfehler ihre Siegchancen zerstörte. Viktoria Rebensburg war das herzlich egal, schließlich brachte ihr dieser Faux Pas den ersten Speed-Erfolg ihrer Karriere.

Dass Viktoria Rebensburg die technischen Disziplinen liegen, hatte sie bei sechs Siegen im Riesenslalom schon eindrucksvoll unter Beweis stellen können. In Schladming zeigte sie aber nun auch, dass mit ihr auch in Speed-Rennen zu rechnen ist.

Beim Weltcup-Finale feierte sie ihren ersten Erfolg im Super G vor Julia Mancuso (USA) und die Französin Marion Rolland. Dabei profitierte Rebensburg aber auf der weichen Piste nicht nur von ihrer niedrigen Startnummer, sondern auch von einem Fahrfehler von Lindsey Vonn im unteren Abschnitt.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Vonn noch satte 1,22 Sekunden Vorsprung auf Rebensburg gehabt. Doch den büste sie kurz vor dem Ziel noch ein, landete zwar nur auf dem sechsten Platz, sicherte sich damit den Super G-Weltcup und darf in den beiden letzten Rennen weiter hoffen, die nötigen Punkte einzusammeln, um die legendäre 2000er Marke im Gesamtweltcup noch zu knacken. Zweibeste Deutsche war Veronique Hronek auf Rang 14, Maria Höfl-Riesch blieb als 17. ohne Weltcup-Punkte.

Feuz patzt – Hirscher überrascht im Super G

Einen deutlich kostspieligeren Fahrfehler leistete sich bei den Herren Beat Feuz. Der Schweizer stürzte nach einem Innenskifehler, schied aus und verlor die kleine Kristallkugel für den Super G-Weltcup an Aksel Luns Svindal und muss auch im Gesamtweltcup noch einmal ordentlich zittern.

Denn der Österreicher Marcel Hirscher fuhr, dank niedriger Startnummer auf der erneut sehr sulzigen Piste, nicht nur völlig überraschend hinter Sieger Peter Inerhofer und Alexis Pinturault auf den dritten Rang, sondern gilt angesichts von nur 75 Punkten Rückstand auf Feuz vor den abschließenden Slalom- und Riesenslalom-Rennen nun als Favorit auf die große Kugel."Ich bin nun im Hintertreffen. Ich werde versuchen, im Riesentorlauf Punkte zu machen, damit er zwei Resultate braucht", meinte Feuz.

Ein bisschen hofft er dabei aber auch auf ein kleines Missgeschick seines Rivalen in den technischen Disziplinen. "Und was den Slalom betrifft, so ist in dieser Disziplin schnell einmal ein Fehler passiert“, meinte er laut tagesanzeiger.ch.

sportal.de / sportal

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