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Wintersport: Zettel siegt, Höfl-Riesch fällt aus

Es war nicht das Rennen der Maria Höfl-Riesch. Erst schied sie im zweiten Lauf in Führung liegend aus, dann musste sie wegen Knieproblemen auch noch im Krankenhaus untersucht werden.

Ein Wochenende zum Vergessen für die deutschen Ski-Damen in Courchevel: Maria Höfl-Riesch fiel im zweiten Durchgang des Slaloms aus, musste danach wegen Knieproblemen ins Krankenhaus, ihre Teamkolleginnen enttäuschten.

Lange war Maria Höfl-Riesch zwischen erstem und zweitem Durchgang am lädierten Knie behandelt worden – doch im Finale war bereits nach rund 30 Sekunden alles vorbei. Die Gesamtweltcupsiegerin, als Dritte des ersten Durchgangs in den zweiten Slalom-Lauf gegangen, rutschte in Führung liegend weg.

Enttäuscht fuhr Höfl-Riesch nach dem 31. Weltcup-Sieg von Schild aus Österreich vor der Finnin Poutiainen und Zettel (Österreich) den Hang in Courchevel hinunter und feuerte ihre Stöcke in den Schnee. Neben der Enttäuschung über das Verpassen des greifbaren zweiten Podestplatzes des Winters gab es nach dem Aus auch Sorge um die Gesundheit.

Sie habe sich am "Außenband oder Knorpel“ verletzt mutmaßte ihr Manager und Ehemann zwischen den beiden Durchgängen, sie wolle es mit Schmerzmitteln versuchen. Dazu twitterte der 38-Jährige ein Bild, auf dem sie auf einem Bierzelttisch behandelt wird. Kurz darauf wurde sie zur Kernspintomografie in ein Krankenhaus gefahren. Eine Diagnose steht noch aus, aus Rieschs Umfeld verlautete aber, man sei guter Dinge sei, dass es keine schwerwiegendere Verletzung sei.

Insgesamt mageres DSV-Ergebnis

Dagegen strahlte Lena Dürr. Mit Laufbestzeit war die 20-Jährige von Rang 25 im Finale auf den achten Platz vorgefahren. Bislang war Rang 21 ihr bestes Torlauf-Ergebnis gewesen. "Ich habe wirklich einen guten Lauf gehabt. Ich wollte zeigen, dass ich bei guter Piste auch schnell sein kann", sagte die Europacup-Gesamtsiegerin der Saison 2009/2010. "Das war super“, lobte Damen-Cheftrainer Thomas Stauffer.

Insgesamt war nach dem Aus von Topfahrerin Höfl-Riesch das Abschneiden aber dürftig. Dürrs Schwester Katharina wurde 15., Nina Perner kam auf Rang 21., Christina Geiger schied im Finale aus. Wenige Meter vor dem Ziel fuhr sie auf Kurs Bestzeit am Tor vorbei. "Sie war wie Maria dabei. Aber wir haben zu viele Ausfälle“, meinte Coach Stauffer.

Veronika Staber (37.) und Barbara Wirth (41.) waren zu langsam für das Finale. Fanny Chmelar schied im ersten Durchgang aus. Alle durften sich mit der Gewissheit trösten, dass am Dienstag in Flachau/Österreich bei einem Nachtslalom die Chance zur Wiedergutmachung besteht.

Vonn scheidet aus, bleibt im Weltcup vorne

In der Gesamtwertung liegt die ebenfalls nicht ins Ziel gekommene Lindsey Vonn mit 522 Punkten vorne. Auf Rang zwei ist Viktoria Rebensburg (286 Zähler) platziert, die das Wetter um den geplanten Riesenslalom in Frankreich brachte. Denn wegen anderthalb Metern Neuschnee seit Wochenbeginn wurde der Zeitplan durcheinandergewirbelt und es fand nur der Slalom statt.

Für Höfl-Riesch ist das Gesamtklassement derzeit kein Thema. "Mit dem Thema Gesamtweltcup habe ich mich zu dieser Zeit auch in den Jahren vorher noch nie beschäftigt. Das wurde doch eher durch einige Medien an mich herangetragen, die im Dezember immer schon wissen wollten, ob ich es schaffe", sagte die 27-Jährige in der Welt am Sonntag. "Momentan ist der Gesamtweltcup in weiter Ferne. Ich versuche einfach, meine Form zu finden. Und derzeit ist Lindsey Vonn eh so stark, dass sich niemand außer ihr mit diesem Thema auseinandersetzen muss. Es wird schwer, sie zu schlagen."

Dopfer Siebter in Alta Badia

Deutlich besser lief es für die Männer in beim Riesenslalom von Alta Badia. Fritz Dopfer erreichte dort seine dritte Top-Ten-Platzierung binnen zwei Wochen. Der 24-Jährige fuhr beim sechsten Weltcup-Sieg des Lokalmatadors Massimiliano Blardone mit einem furiosen zweiten Lauf von Rang 19 auf sieben nach vorne.

Hinter dem Italiener kamen die Österreicher Hannes Reichelt und Philipp Schörghofer auf das Podest. Der zweite deutsche Teilnehmer Stefan Luitz schied im ersten Durchgang aus. Felix Neureuther verzichtete nach seiner Knieverletzung wie angekündigt auf einen Start und setzt auf den Slalom am Montag in Italien. 

sportal.de / sportal

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