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Tennis: French Open: Becker schon raus, Kerber und Haas optimistisch

In Paris fliegen sie wieder, die gelben Filzbälle. Beim zweiten Grand Slam des Jahres ist Benjamin Becker aber schon am ersten Tag ausgeschieden. Andere deutsche Tennisstars machen hingegen Mut.

Bei Angelique Kerber ist "alles gut", für Tommy Haas "alles okay": Deutschlands Top-Tennisspieler sind vor ihrem Start in die French Open auf dem Weg der Genesung. Für Benjamin Becker ist schon alles vorbei: Der Saarländer verlor am Sonntag 2:6, 4:6, 5:7 gegen den Franzosen Jérémy Chardy. Becker schied als erster der 17 gestarteten Deutschen aus und scheiterte auch im fünften Anlauf in Paris in Runde eins.

Die letztjährige Viertelfinalistin Kerber trainierte nach ihrer Bauchmuskelverletzung zuvor auch wieder Aufschläge und Überkopfbälle. Der Altmeister Haas präsentierte sich nach seinem Ausstieg in Düsseldorf wegen einer Erkältung wieder bestens gelaunt.

Williams und Federer locker weiter

Das waren auch die Weltranglisten-Erste Serena Williams und Roger Federer nach ihren lockeren Erstrundenerfolgen. Die hochmotivierte Amerikanerin fertigte die überforderte Georgierin Anna Tatischwili mit 6:0, 6:1 ab und verblüffte ein Jahr nach ihrem überraschenden Erstrunden-Aus auch mit ihren Sprachkenntnissen. "Ich bin sehr zufrieden, ich spiele sehr stark", sagte sie auf Französisch auf dem Centre Court und meinte: "Ich spreche zum ersten Mal Französisch, deswegen bin ich ein bisschen nervös." Williams wird vom Franzosen Patrick Mouratoglou betreut.

Federer beherrscht die Sprache der Gastgeber schon lange fließend. Der Publikumsliebling stürmte beim 6:2, 6:2, 6:3 gegen den spanischen Qualifikanten Pablo Carreño-Busta nach dem 3:0 im ersten Satz plötzlich vom Court Philippe Chatrier. "Irgendetwas war mit meiner Hose. Ich weiß auch nicht, was", berichtete Federer augenzwinkernd, ohne in die Details zu gehen.

Kerber freut sich über Bayern-Erfolg

Kerber und Haas, der erst am Dienstag gegen den Franzosen Guillaume Rufin antritt, hatten am ersten Turniertag noch spielfrei. Bei kühlen Temperaturen und einer frischen Brise absolvierte Kerber am Sonntag unter bewölktem Himmel eine normale Übungseinheit mit ihrem Coach Torben Beltz. "Ich denke, es ist nicht mehr so schlimm. Ich habe die letzten Tage sehr gut trainiert und bin einigermaßen fit", sagte Kerber. In der ersten Runde wartet am Montag im deutschen Duell Mona Barthel auf die Weltranglisten-Achte.

Über den 2:1-Erfolg des FC Bayern in London freute sich Kerber ebenso wie Julia Görges - in Sachen Tennis hat die Nummer 24 der Welt Sorgen wegen ihres rechten Handgelenks. Am vergangenen Mittwoch hatte Görges beim Turnier in Brüssel aufgegeben, die Blessur scheint sie bei Aufschlag und Vorhand weiterhin zu behindern. Sprechen mochte die Bad Oldesloerin darüber nicht. Als erste Gegnerin am Montag bekam Görges die slowakische Qualifikantin Zuzana Kucova zugelost. Am zweiten Tag starten gleich neun Deutsche ins Turnier.

Daniel Brands trifft auf Nadal

Grund zum Jubeln hatte am Samstagabend Bayern-Fan Philipp Kohlschreiber. Vor seinem ersten Auftritt bei den French Open zeigte sich die zuletzt in Düsseldorf noch enttäuschende deutsche Nummer zwei zuversichtlich. "Ich bin guter Dinge", sagte der Augsburger vor dem Match gegen Qualifikant Jiri Vesely aus Tschechien am Dienstag.

Spielfrei hatten am Sonntag noch die Vorjahressieger. Rafael Nadal strebt auf der roten Asche seinen achten Triumph seit 2005 an und trifft am Montag auf den Deggendorfer Daniel Brands. Bei den Damen ist die Russin Maria Scharapowa die Gejagte. Ihre letztjährige Finalgegnerin Sara Errani aus Italien war beim 6:1, 6:2 gegen die Niederländerin Arantxa Rus die erste Siegerin 2013.

csa/DPA / DPA

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