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FC Bayern München: "Der FC Bayern wird nicht untergehen": Hoeneß macht überraschende Aussagen zum BVB

Uli Hoeneß hat sich nach dem Champions-League-Spiel gegen AEK Athen ausführlich zur aktuellen Situation der Bayern geäußert. Die Aussagen lassen vermuten, dass der Rekordmeister seine Ansprüche vorerst zurückschraubt.

Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge unterhalten sich vor dem Spiel gegen Freiburg auf der Tribüne der Allianz Arena

Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge unterhalten sich vor dem Spiel gegen Freiburg auf der Tribüne der Allianz Arena

DPA

Uli Hoeneß hat sich nach dem Sieg der Bayern im Champions-League-Spiel gegen AEK Athen ungewöhnlich offen zu den Themen geäußert, die den Verein im Moment beschäftigen. Zur sportlichen Situation und zum viel kritisierten Trainer Niko Kovac sagte er den TV-Sendern Sky und Sport1 auf die Frage, ob er den Coach weiter verteidige: "Daran hat sich nichts geändert. Meine Aussagen gelten nicht immer nur für zwei, drei Wochen." In Bezug auf die Saisonziele relativierte er: "Wir sind nicht so arrogant, wie alle glauben. Die Meisterschaft würden wir gerne immer haben, aber wenn es mal nicht so ist, wird der FC Bayern nicht untergehen."

Dazu passt, dass Hoeneß seine Bayern nicht als Favorit im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund betrachtet: "Man kann ja nicht nach Dortmund fahren und sagen, dass man einen Dreier einfahren will. Dortmund hat bis jetzt eine sehr gute Saison gespielt. Wir fahren nicht als Favorit nach Dortmund, sondern zum ersten Mal seit langer Zeit als Außenseiter."

Über die mittlerweile legendäre Pressekonferenz äußerte er sich ebenfalls: Die würde er "im Wesentlichen wieder so machen", sagte Hoeneß. "Die Geschichte letztes Wochenende im Spiegel hat bewiesen, dass die dringend notwendig war." Das Nachrichtenmagazin hatte über neue Pläne für eine europäische Superliga berichtet, in denen auch der FC Bayern eine Rolle spielt. Die Münchner bekennen sich nach eigenen Angaben jedoch zur Bundesliga und zu den bestehenden Europapokal-Wettbewerben unter dem Dach der Uefa. Die Pläne seien "dem FC Bayern weder bekannt, noch habe der FC Bayern an Verhandlungen hierzu teilgenommen", hatte der deutsche Rekordmeister entgegnet.

Uli Hoeneß freut sich für Bernat

Seine verbalen Entgleisungen gegen den Ex-Bayern-Profi Juan Bernat auf der Pressekonferenz bedauerte Hoeneß jedoch: "Das eine oder andere Wort, das ich gebraucht habe, würde ich nicht wieder machen. Das hat mir sehr leid getan, Juan Bernat beleidigt zu haben für seine Spielweise in einem Spiel. Das würde ich nicht wieder machen", sagte der Präsident des FC Bayern. 

Uli Hoeneß vom FC Bayern München

Hoeneß hatte dem im Sommer abgegebenen Bernat auf der PK bescheinigt, im Champions-League-Spiel gegen den FC Sevilla in der vergangenen Saison "einen Scheißdreck" gespielt zu haben. Danach sei klar gewesen, dass man sich von dem 25-Jährigen trennen wolle. Inzwischen spielt der Spanier bei Paris Saint-Germain, für das Bernat am Dienstag in der Champions League beim 1:1 in Neapel den Führungstreffer erzielte. "Ich habe mit großer Freude festgestellt, dass er auch noch Tore schießen kann", sagte Hoeneß.

tis / DPA

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