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Bundesliga im stern-Check Vergessen Sie Sanés Rempler gegen Can, richtig übel zur Sache ging es in Hoffenheim

Hoffenheim Wolfsburg Foul
Kommt ne Grätsche geflogen: Paulo Otavio senst Hoffenheims Dabbur um. 
© Christian Kaspar-Bartke / Getty Images
Marco Rose verliert seinen Nimbus als Trainersensation. Wie lange guckt sich Gladbach das noch an? Hoffnung macht der Wolfsburger Paulo Otavio, der sich nach seinem Brutalofoul in Hoffenheim öffentlich entschuldigt. Der 24. Spieltag in stern-Check

So lief der Spieltag

Alle Ergebnisse des 24. Spieltags, die Tabelle und Statistiken zum Nachlesen finden Sie hier im stern-Ticker.

Verlierer des Spieltages

Marco Rose. Mal wieder. Seitdem Gladbachs Trainer seinen Wechsel zur großen Borussia bekannt geben hat, ist bei seinem Team der Wurm drin. Vier Spiele wartete der VfL vor der Partie gegen Bayer Leverkusen auf einen Sieg, doch der blieb auch beim Derby gegen den zuletzt ebenfalls kriselnden Nachbarn aus. Selbst ein Pünktchen wäre nicht verdient gewesen. In der Liga steht Roses Mannschaft nun auf dem faden zehnten Platz und in der Champions League hilft auch nur noch ein Wunder zum Weiterkommen. Innerhalb von nur wenigen Wochen drohen die Mönchengladbacher ihre mühsam und über Jahre aufgebaute Erfolge zu verspielen. Selbst Roses Rauswurf wird nicht mehr ausgeschlossen. Es wäre das demütigende Ende einer großen Romanze.

Gewinner des Spieltags

Im deutschen Clásico waren es wie erwartet ein Pole und ein Norweger, die den Unterschied machten. Der Mann der Zukunft, Erling Haaland, traf zwei Mal in nur neun Minuten und nutzte damit im Wesentlichen alle Chancen der Dortmunder. Der Mann der Gegenwart, Robert Lewandowski, verwandelte zwar nur jede dritte Möglichkeit, aber weil die Bayern davon neun hatten, schoss der Weltfußballer eben drei Tore. Das Duell der Knipser ging also an Lewandowski. Der Mann, der pro Spiel im Schnitt 1,35 Mal trifft, hat jetzt noch zehn Spiele Zeit für neun Tore. Dann hätte er den 40-Tore-Rekord von Gerd Müller eingestellt. Das sollte ja wohl drin sein. Rechnerisch könnte er sogar schon am 31. oder 32. Spieltag neuer Saison-Rekordschütze werden.

Aufreger des Spieltages

Klar, wenn es Spitzenspiel etwas rempeliger zugeht, wie beim Zweikampf von Leroy Sané und Emre Can und der Schiri dann nicht pfeift, erregt das die Gemüter. Vor allem die der unterlegenden Dortmunder. So klagte Marco Reus nach dem Spiel, dass die gleiche Situation gegen einen Bayern-Spieler gepfiffen worden wäre. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Geschenkt. Denn der eigentliche Aufreger des Spieltags war ein echtes Foul. Eines von der Sorte Blutgrätsche. In der Nachspielzeit der Partie Hoffenheim gegen Wolfsburg kam Paulo Otavio angeflogen und brachte den enteilenden Munas Dabbur mit einer gesprungenen Beinzange zu Fall. Der Hoffenheimer Stürmer konnte froh sein, dass er unverletzt blieb. Otavio kassierte völlig zu Recht die erste rote Karte seines Lebens. Solche Brutalo-Szenen haben in der Liga (und auch sonst nirgendwo) etwas zu suchen. Immerhin entschuldigte sich der Brasilianer später bei Dabbur. "Ich habe von Momenten geträumt, in denen ich die Spiele als Held verlassen würde. Ich würde aber sagen, dass das heute einer der Alpträume war", so der Wolfsburger.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Christoph Baumgartners Treffer zum 1:0 für seine Hoffenheimer war der hübscheste Treffer des Tages: Er ließ eine Flanke von rechts von seiner eigenen Brust abtropfen und schoss den Ball volley ins Netz. Dieser Treffer beendete zudem noch die Torlos-Rekordjagd von Koen Casteels. 673 Minuten lang hatte der Belgier eine weiße Weste. Das sind fast acht Spiele in Folge und reicht für Platz sechs auf der Rangliste längste Serie ohne Gegentreffer. Auf Platz eins thront seit 17 Jahren Timo Hildebrand mit 884 Minuten.

Bild des Spieltages

Schalke gegen Mainz
FC Letztes Aufbäumen 04: Mit Dimitrios Grammozis (l.), dem fünften Trainer de Saison, ging Schalke ins Spiel gegen den Mitabstiegskandidaten Mainz 05. Immerhin: Die abgeschlagenen Gelsenkirchener holten mal wieder einen Punkt. Das aber wird kaum für den Klassenerhalt reichen. Genauso wenig wie das verzweifelte Engagement der Co-Trainer Piepenbrock und Büskens an der Seitenlinie.
© Guido Kirchner / DPA

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