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2. Fußball-Bundesliga: Verzettelt: HSV-Profi schmeißt Fürths Co-Trainer geheime Taktikanweisung vor die Füße

Kuriose Szene im Montagsspiel der 2. Fußball-Bundesliga. HSV-Profi Gotuko Sakai serviert dem Gegner die Taktiktipps seines Trainers auf dem Silbertablett - und kassiert dafür amüsante Kommentare. 

2. fußball-bundesliga hsv gegen greuther fürth

Der Fürther Paul Jäckel behauptet sich im Zweikampf gegen HSV-Kapitän Aaron Hunt. Am Ende jubelt der aber über das Tor des Tages und drei Punkte für die Hanseaten.

DPA

Viel zu lachen hatten die 36.560 Zuschauern am Montagabend im Hamburger Volkspark nicht. Ein müder Kick, kaum Torchancen – weder für den HSV, noch für die Gäste von Greuther Fürth. Dazu pfiff ihnen auch noch der heftige Wind von Sturmtief Bennet um die Nase. Für den Schmunzler des Abends sorgte folgerichtig auch eine Szene, die sich abseits der fußballerischen Magerkost abspielte.

Sakai verzettelt sich: "Nicht ganz so schlau"

21:08 Uhr, 38. Spielminute. HSV-Coach Hannes Wolf muss seinen südkoreanischen Offensivmann Hee-Chan Hwang vom Platz nehmen. Die Leihgabe von RB Salzburg verletzt sich bei einem Zweikampf am Oberschenkel. Für ihn kommt Berkay Özcan. Mit ihm eine neue taktische Marschroute. Die steckt Wolf dem Japaner Gotoku Sakai zu. Der eilt zu HSV-Kapitän Aaron Hunt und gibt die Idee des Trainers weiter. Statt das Papier in den Stutzen zu stopfen, fällt Zettelmann Sakai danach aber nichts besseres ein, als das Gekritzel dem Fürther Co-Trainer Andre Mijatovic vor die Füße zu werfen. Der nimmt das Geschenk an, schnappt sich das Papierknäuel und studiert in aller Ruhe die Taktiktipps gemeinsam mit Trainer Stefan Leitl.

"Vielleicht war das nicht ganz so schlau", räumt Matchwinner Hunt nach dem Spiel ein. Ansonsten sei das nebensächlich und ja auch nicht entscheidend gewesen. "Es war auf jeden Fall nett vom Fürther Co-Trainer, dass er den Platz sauber halten wollte", fügt Hunt hinzu. Eine andere Erklärung hatte Fürths Sportdirektor Rachid Azzouzi parat. "Er dachte wohl, dass da ein japanisches Kochrezept draufsteht."

Damals war's: das Papierknäuel vom 7. Mai 2009

Wirklich nutzen konnten die Franken den unverhofften Informationsvorsprung  – oder was immer auf dem Zettel stand – in der Folge tatsächlich nicht. Stattdessen kassierte Ex-HSV-Profi Julian Green gelb-rot, weil Schiri Christian Dingert in Spielminute 60 eine Schwalbe des Stürmers gesehen hatte. In Unterzahl zog sich Fürth dann zurück, sodass die ansonsten eher müde HSV-Elf in der 85. Minute doch noch zum schmeichelhaften Siegtreffer kam. Was genau auf dem Zettel stand, ist nicht bekannt.

Beim Thema Papierkugel dürften aber zumindest einige HSV-Fans kurz zusammenzucken. 2009 sorgte ein eben solches Papierknäuel – damals Teil einer Choreo der HSV-Anhänger – letztlich dafür, dass die Rothosen im UEFA-Cup-Halbfinale gegen den Erzrivalen Werder Bremen ausschieden. Verteidiger Gravgaard senste an der Torauslinie am Ball vorbei, weil dieser über das Kügelchen hoppelte. Die folgende Ecke verwandelte Frank Baumann zum 3:1 für Werder. 

Derby-Pleite gegen Werder: HSV-Fan rastet komplett aus - diese Wutrede müssen Sie gesehen haben

Quellen: "Sportbild", "Kicker"

js

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