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US-Flugzeugbauer: Boeing 737-MAX-10 auf Pariser Luftfahrtmesse vorgestellt

Bislang sind es nur Pläne, die der US-Flugzeugbauer Boeing auf der Luftfahrtmesse in Paris vorstellte. Eines lässt sich aber sagen: Die Boeing 737-MAX-10 wird ziemlich groß.

Eine Boeing 737-MAX-9 erreicht die Luftfahrtmesse nahe Paris

Eine Boeing 737-MAX-9 erreicht die Luftfahrtmesse nahe Paris - das Nachfolgemodell soll noch mehr Platz bieten

Die Familie der Boeing Mittelstreckenjets wird noch größer: Der US-Flugzeugbauer stockt seine Baureihe 737 um ein weiteres Modell auf. Die Boeing 737-MAX-10 soll dank eines verlängerten Rumpfs bis zu 230 Passagiere fassen, kündigten Boeing-Konzernchef Dennis Muilenburg und der neue Verkehrsflugzeugchef Kevin McAllister am Montag auf der weltgrößten in Le Bourget bei Paris an. Nach eigenen Angaben hat Boeing bereits Bestellungen und Kaufabsichten für mehr als 240 Exemplare des Jets von über zehn Interessenten eingesammelt.

Die auf weniger Kerosinverbrauch getrimmte 737-MAX-Reihe umfasst bisher die kleineren Varianten MAX-7, MAX-8 und MAX-9 und konkurriert mit der Airbus-Modellfamilie A320neo. Der erste Jet - eine MAX-8 - wurde im Mai ausgeliefert. Die Ergänzung um eine noch längere Version war bereits seit Längerem erwartet worden.

Boeing und Airbus konkurrieren auf der Pariser Luftfahrtmesse

Die Luftfahrmesse in Le Bourget wird von Boeing und seinem europäischen Konkurrenten Airbus traditionell genutzt, um möglichst viele Neubestellungen für Passagierjets einzutüten. Die letzte Pariser Luftfahrtausstellung vor zwei Jahren hatte mehr als 351.000 Besucher angelockt. 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron selbst erreichte am Montagvormittag an Bord eines Militär-Transporters A400M die weltgrößten Luftfahrtmesse. Der Staatschef war vom Militärflugplatz Villacoublay südwestlich der französischen Hauptstadt gestartet und saß nach Angaben eines mitfliegenden Journalisten direkt hinter den Piloten im Cockpit.

Die A400M wurde für mehrere europäische Luftwaffen entwickelt und gilt als ein Sorgenkind von Hersteller . Politische, finanzielle und technische Probleme hatten das Flugzeug immer wieder verzögert und verteuert. Die deutsche Bundeswehr besitzt inzwischen acht von insgesamt 53 bestellten Maschinen.

sve/DPA