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Gründershow Dieser "Höhle der Löwen"-Deal ist geplatzt – man hätte es sich denken können

Nils Glagau begutachtet in der "Höhle der Löwen" die Getränke von Joybräu
Nils Glagau begutachtet in der "Höhle der Löwen" die Getränke von Joybräu
© Bernd-Michael Maurer / MG RTL D
Mit Bier, das stark statt dick macht, kamen die Gründer von Joybräu in die "Höhle der Löwen". Investor Nils Glagau biss an, hatte aber kein gutes Gefühl bei der Sache. Es kam, wie es kommen musste.

Dass Deals aus der "Höhle der Löwen" nach der Sendung doch nicht zustande kommen, passiert beinahe im Wochentakt. Im Fall von Joybräu kommt die Doch-kein-Deal-Meldung aber fast schon wie erwartet. Denn die Gründer des Proteinbier-Startups und Löwe Nils Glagau schienen sich schon während des Pitches kaum über den Weg zu trauen.

Zwar versprach Glagau in der am Montagabend ausgestrahlten Sendung ein Investment von 300.000 Euro, verknüpfte das aber mit wenig freundlichen Worten. "Wehe, da sind irgendwelche Leichen bei euch im Keller", gab der Löwe dem Gründerduo mit auf den Weg. Nun bestätigten beide Seiten, dass der Deal nicht zustande gekommen ist.

In den strategischen Verhandlungen nach der Sendung sei klar geworden, dass "der Mehrwert meines Invests nicht von allen so anerkannt wurde", sagt Glagau in einem Statement auf Twitter. "Das finde ich natürlich schade, aber dann macht es auch keinen Sinn, einen gemeinsamen Weg zu gehen." 

Damit verdienen die DHDL-Juroren ihr Geld

Nicht einig geworden

Joybräu-Gründer Tristan Brümmer sagte der Gründerszene, man sei sich mit Glagau in Fragen von Distribution, Logistik und Netzwerk uneinig gewesen. Zudem waren die Gründer wohl auch mit den vor den TV-Kameras verhandelten Zahlen nicht vollauf glücklich. "Wir haben uns in der Sendung auf einen massiven Discount eingelassen, da wir uns viel von seinem Distributionsnetzwerk erhofft haben", sagte Brümmer der Gründerszene. Für ein Investment von 300.000 Euro wollten die Gründer ursprünglich nur 10 Prozent der Unternehmensanteile abgeben, Glagau wollte für diese Summe 25 Prozent.

Das Hamburger Start-up Joybräu verkauft Bier als Sportgetränk, ohne Alkohol aber dafür mit Proteinen, die den Muskelaufbau unterstützen sollen. Statt Glagau sind nach Unternehmensangaben mittlerweile mehrere Business Angels mit einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag in die Firma eingestiegen. Für Anfang 2022 ist zudem eine Crowdfunding-Kampagne geplant.

Die TV-Kritik zur Sendung lesen Sie hier

bak

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