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"Tukluk" im Test: Was taugen die Spielmatten aus der "Höhle der Löwen"?

Mit einem Bausatz aus magnetischen Kinderspielmatten pitcht Tukluk-Gründer Benedikt Kirsch in der "Höhle der Löwen". Taugt das was? Wir haben probegespielt.

Tukluk bei DHDL

So spektakuläre Konstruktionen, wie sie Ralf Dümmel in der "Höhle der Löwen" bewundert, bekommt man mit dem Einsteigerset für 200 Euro leider nicht hin

In der Kindheit spielte Benedikt Kirsch am liebsten mit den Polsterelementen des elterlichen Sofas. Mit kindlicher Phantasie ließ er aus den Couchteilen Höhlen und Burgen entstehen. "Kinder lieben es, die Welt um sich herum zu verwandeln", sagt Kirsch bei seinem Pitch in der "Höhle der Löwen". Aus diesem Gedanken heraus hat er Tukluk entwickelt - ein modulares System von Spielmatten, mit dem Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.

Bei den einzelnen Tukluks handelt es sich um recht- und dreieckige Polsterteile mit stabilem Schaumstoffkern und abwaschbarem Bezug. An den Seiten sind in kurzen Abständen kleine Magnete befestigt, mit deren Hilfe man die Bauteile kinderleicht aneinanderfügen und Höhlen, Häuser, und mehr entstehen lassen kann.

Tukluk ist nicht günstig

Kirschs größtes Problem: Aufgrund der robusten Qualität ist sein Produkt unangenehm teuer. Vor dem Pitch in der Löwenhöhle bot Kirsch sein Einsteigerset mit gerade einmal drei Teilen für 230 Euro an. Mittlerweile gibt es für 200 Euro ein siebenteiliges Set - bestehend aus vier Rechtecken und drei Dreiecken - zu kaufen. Wir haben es im Kinderzimmer mit dem Nachwuchs ausprobiert. Hier unser Erfahrungsbericht: 

Vier Rechtecke und drei Dreiecke stecken im Einsteigerset für 200 Euro. Das reicht für ein kleines Ein-Kind-Häuschen - Bagger und Buggy passen leider nicht mehr rein

Vier Rechtecke und drei Dreiecke stecken im Einsteigerset für 200 Euro. Das reicht für ein kleines Ein-Kind-Häuschen - Bagger und Buggy passen leider nicht mehr rein

Bei den Eltern gibt es schon nach dem Auspacken des Sets die erste Ernüchterung: zu wenig Teile, was soll man daraus denn schon bauen? Die aber sind nicht so kritisch und stürzen sich neugierig auf die bunten Spielmatten. Das Magnetsystem funktioniert erstaunlich gut, die Matten halten aneinander, egal in welcher Konstellation. Baut man in die Höhe, können die Matten allerdings zur Seite wegkippen, was gewagte Konstruktionen erschwert. Allerdings sind allzu ausgefallene Bauten mit dem Einsteigerset auch gar nicht möglich. Ein kleines Häuschen mit Dach ist das Aufwendigste, was sich daraus bauen lässt.

Bauliche Limits mit Kreativität füllen

Zum Glück füllen die Kinder bauliche Lücken mit Kreativität aus. Wo Erwachsene nur ein paar Matten sehen, sehen die Kleinen ohne Probleme ein Schiff auf den sieben Weltmeeren. Vorteil der Tukluk-Matten: Wenn das gebaute Häuschen seinen Reiz verliert, steht es nicht sperrig in der Gegend herum. Stattdessen können die Matten zusammengelegt werden und als Sitz- oder Liegefläche dienen. Oder auch für Mamas Yoga-Übungen.

Fazit: Tukluk ist eine sympathische Spielidee, die in hoher Qualität umgesetzt ist. Seine Stärken spielt das Baukastensystem aber erst aus, wenn man mehr Bauteile (und ausreichend Platz) zur Verfügung hat, als im Basis-Set enthalten sind. Das ist für den Privatgebrauch eigentlich zu teuer, in Kitas kann man sich die Tukluk-Welten dagegen gut vorstellen. 

Wer braucht schon ein Tukluk-Häuschen, wenn er mit dem Karton spielen kann, in dem die Dinger verpackt waren?

Wer braucht schon ein Tukluk-Häuschen, wenn er mit dem Karton spielen kann, in dem die Dinger verpackt waren?

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