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Start-up Vulpés: Kein Deal in der "Höhle der Löwen" - aber nach der Sendung gab's doch noch Kohle

In der "Höhle der Löwen" ging das Start-up Vulpés mit seiner beheizbaren Kleidung leer aus. Nun haben die Gründer andere Investoren gefunden, die insgesamt 400.000 Euro beisteuern.

Vulpés

Die "Höhle der Löwen"-Investorinnen Dagmar Wöhrl und Judith Williams (sitzend) begutachten die Produkte der Vulpés-Gründer Johanna Wiese und Rustam Ismailov

In der "Höhle der Löwen" hatten Johanna Wiese und Rustam Ismailov kein Glück. 200.000 Euro und einen Löwen an ihrer Seite erhofften sich die Gründer von Vulpés in dem am Dienstag ausgestrahlten Pitch. Doch die Löwen investierten nicht in die beheizbaren Einlegesohlen und Mützen, die sich per App regulieren lassen.

Seit der Aufzeichnung des Pitches im Januar sind einige Monate vergangen - und mittlerweile hat das Start-up andere Investoren gefunden, wie Ismailov im Interview mit "Gründerszene" berichtet. Mehrere Investoren hätten insgesamt  400.000 Euro investiert, berichtet der Gründer, das Doppelte des in der TV-Show geforderten Betrags. "Einem Investor haben wir fünf Prozent an der Firma abgegeben. Ein anderer Investor hat eine 2,5-prozentige Gewinnbeteiligung. Ein dritter Investor hat eine stille Beteiligung und bekommt jedes Jahr zehn Prozent Zinsen. Mit einer vierten Partei sind wir gerade noch in Verhandlungen", sagt Ismailov. In der "Höhle der Löwen" hatten die Gründer 10 Prozent für 200.000 Euro angeboten.

Aus der "Höhle der Löwen" gelernt

Der Pitch im TV-Studio sei der erste überhaupt gewesen, berichtet Ismailov. Daraus hätten er und seine Partnerin viel für weitere Pitches gelernt. "Wir waren sehr unsicher und nervös. Wenn man es aber gewohnt ist, Fragen gestellt zu bekommen, nimmt das natürlich ab." Bislang sind die Umsätze von Vulpés noch überschaubar. Mehr als 4000 Produkte könnte die Firma selbst bei entsprechenden Bestellungen bis Januar nicht ausliefern.

Die eigene Produktlinie mit beheizbaren Mützen und Handschuhen sieht Vulpés aber nur als Anfang ihres Business. Im zweiten Schritt wollen die Gründer ihre App, mit der die Heizsteuerung geregelt wird, auch anderen Bekleidungsherstellern schmackhaft machen, um Kooperationen einzugehen. Das ambitionierte Ziel lautet aber in fünf Jahren zehn Millionen Euro Umsatz zu machen.

Rafy Ahmed
bak
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