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Einzelhandel: Metro gibt 137 Filialen ab

Der Metro-Konzern trennt sich im großen Stil von wenig rentablen Geschäften. Dies ist Teil einer umfassenden Restukturierung des Handelsriesens.

Der Metro-Konzern räumt bei seinen defizitären Extra-Supermärkten auf und gibt 119 seiner Extra-Verbrauchermärkte an die Kölner Rewe-Gruppe ab. Das teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Mit den Extra-Märkten sollen den Angaben zufolge die dort beschäftigten Mitarbeiter übernommen werden. Über den Kaufpreis der Transaktion, die unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden steht, wurde Stillschweigen vereinbart. Insgesamt trennt sich Metro von 137 Märkten mit einem Umsatzvolumen von rund 550 Millionen Euro.

Metro-Konzernchef Hans-Joachim Körber hatte in der Vergangenheit mehrfach bekräftigt, dass Metro sich alle Optionen einschließlich eines Verkaufs für diejenigen Extra-Märkte vorbehalte, die nicht auf Dauer ihre Kapitalkosten erwirtschafteten. Im April 2003 hatte der Handelskonzern eine umfassende Restrukturierung für seine Extra-Märkte bekannt gegeben. Nach der Schließung einer Vielzahl von Standorten umfasste das Extra-Filialnetz den Angaben zufolge Ende des dritten Quartals 2004 noch 443 Märkte. Der Düsseldorfer Konzern erklärte nun, weitere 18 Märkte sollten verwertet oder geschlossen werden und voraussichtlich 12 Märkte in das Ladennetz der zur Metro gehörenden Real SB-Warenhäuser integriert werden. Künftig werde sich das Ladenetz der Extra-Verbrauchermärkte auf die Regionen Nord- und Westdeutschland konzentrieren und rund 280 Standorte umfassen.

DPA/Reuters / DPA / Reuters
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