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arbeiten-ausland: Arbeiten in Frankreich

Ohne Zweifel ist Paris das Zentrum Frankreichs. In und um Paris leben und arbeiten demnach auch die meisten Menschen. Wer hier einen Job findet, muss sich auf hohe Lebenshaltungskosten einstellen.

Arbeitserlaubnis: EU-Bürger sowie Bürger Norwegens und Islands, die in Frankreich arbeiten möchten, benötigen keine Arbeitserlaubnis. Bürger anderer Länder hingegen brauchen eine Arbeitsgenehmigung. Sie sollte schon vom Heimatland aus abgeschlossen werden. Eine Chance auf eine Arbeitserlaubnis haben Nicht-EWR-Bürger nur, wenn die Stelle nicht mit einem Franzosen oder EWR-Bürger besetzt werden kann.

Arbeitsvertrag: Der Arbeitsvertrag beinhaltet in der Regel folgende Angaben: die Arbeitszeit, das Arbeitsentgelt und sonstige Zuwendungen, die Beschreibung der Funktion der Stelle, der Position und des Arbeitsplatzes. Die Dauer der Probezeit muss im Vertrag festgehalten werden. Für Führungskräfte beträgt sie üblicherweise drei Monate, sonst einen Monat. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis beidseitig ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Die Kündigungsfrist außerhalb der Probezeit beträgt für Führungskräfte drei, für Meister oder vergleichbare Positionen zwei Monate und für alle anderen Arbeitnehmer einen Monat.

Arbeitszeit: Auch wenn in Frankreich die 35 Stunden Woche gilt, ist es weit verbreitet, bis 19.00 Uhr im Büro zu bleiben. Die Arbeitswoche kann fünf, fünfeinhalb oder sechs Tage umfassen. Der Sonntag gilt als gesetzlicher Ruhetag.

Aufenthaltsgenehmigung: Sobald der Arbeitsuchende eine Stelle gefunden hat, benötigt er eine Aufenthaltserlaubnis (Carte de sejour), um länger als drei Monate in Frankreich bleiben zu können. Bei der örtlichen Polizei oder der Gemeindeverwaltung (Mairie) sowie bei der »Préfecture« in Paris sind die Formulare für Arbeitnehmer und Arbeitgeber erhältlich. Von Nöten ist ein Identitätsnachweis und die Geburtsurkunde (evtl. auf französisch). Falls die Tätigkeit weniger als ein Jahr dauert, wird die Aufenthaltserlaubnis für diesen Zeitraum ausgestellt, sonst gilt sie fünf Jahre lang. Auch die Familienangehörigen sind aufenthaltsberechtigt. Verlässt man Frankreich für mehr als sechs Monate, ist jedoch ein Antrag auf Erneuerung der Aufenthaltserlaubnis zu stellen.

Gehalt: Die Bruttogehälter in Frankreich liegen durchschnittlich 10 bis 15 Prozent unter dem deutschen Niveau. Die Abgaben sind jedoch geringer, so dass sich die Nettogehälter nahezu angleichen. In Managementpositionen sind sehr viel höhere Gehälter zu erreichen als in Deutschland. Manche Unternehmen zahlen ihren Angestellten ein 13. Monatsgehalt. In Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern ist eine Gewinnbeteiligung gesetzlich vorgeschrieben. Während des Urlaubs muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Urlaubsentgelt zahlen und zwar entweder in Höhe des Geldes, dass er in der Zeit verdient hätte oder in Höhe eines Zehntels des im Laufe des vergangenen Bezugsjahres erzielten Gesamtentgelts. Angewendet wird die für den Arbeitnehmer günstigere Variante. In Frankreich wird die Lohnsteuer nicht vom Arbeitgeber einbehalten, sondern vom Arbeitnehmer selbst monatlich oder vierteljährlich entrichtet. Die Sozialversicherungsbeiträge hingegen werden vom Arbeitgeber einbehalten. Der Arbeitnehmer sollte sich bei ihm vergewissern, dass er tatsächlich eine Nummer und eine Karte von der »Caisse d'assurance maladie« erhält.

Soziale Absicherung: Jeder Arbeitnehmer ist versicherungspflichtiges Mitglied der französischen Sozialversicherung. Sie deckt Krankenversicherung, Mutterschaft, Invalidität, Todesfall, Altersversorgung, Witwenversorgung, Kindergeld, Arbeitsunfallversicherung und Arbeitslosenversicherung ab. Der Beitragssatz beläuft sich auf 21 Prozent. Gesetzlich vorgeschrieben ist außerdem eine zusätzliche Rentenversicherung. Das Rentenalter liegt bei 60 Jahren. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse beinhalten freie Arzt- und Krankenhauswahl mit unterschiedlichen Selbstbeteiligungssätzen. Als Ergänzung zur gesetzlichen Krankenkasse bieten viele Arbeitgeber eine Zusatzversicherung in Form einer Hilfskasse auf Gegenseitigkeit an. Sie soll dem Patienten eine Eigenbeteiligung ersparen.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: Arbeitsausfall wegen Krankheit wird abgedeckt bis zu 52 Wochen innerhalb eines Zeitraums von drei aufeinanderfolgenden Jahren oder bis Ablauf des 36. Monats bei langanhaltender Krankheit bzw. bis Ablauf des 48. Monats, falls der Arbeitnehmer eine Rehabilitation oder eine Berufsumschulung mitmacht. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer entweder einen Zuschuss zu dem vom Sozialleistungsträger gezahlten Tagegeld oder das Arbeitsentgelt zahlen. In letzterem Fall erhält der Arbeitgeber das für den Arbeitnehmer bestimmte Krankengeld.

Nähere Infos erteilt das Centre de Sécurité Sociale des Travailleurs Migrants (CSSTM) in Paris, 11, Tour-des-Dames, Tel.: 0033145263341.

Urlaub: Die Anzahl an Urlaubstagen beträgt 25 - 30. Außerdem gibt es in Frankreich elf Feiertage. Oft muss ein Großteil der freien Tage im Juli/August genommen werden. So erklärt sich das im Sommer vergleichsweise »ausgestorbene« Paris.

Visum: Wer kein Staatsbürger eines Schengen-Landes ist, benötigt zur Einreise nach Frankreich ein Visum.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?