HOME

Arbeitsmarkt: Mai-Aufschwung drückt Arbeitslosenzahlen auf 2,88 Millionen

Auch im Mai setzt sich der Jobaufschwung fort. Dank Wirtschaftswachstum im ersten Quartal sinken die Arbeitslosenzahlen auf 2,882 Millionen. Die Arbeitslosenquote geht auf 6,6 Prozent zurück.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai leicht zurückgegangen. Sie sank im Vergleich zum April um 61.000 auf 2,882 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 55.000 weniger Menschen ohne Job.

Trotz der schwachen Entwicklung im Mai rechnet die BA saisonbereinigt in den kommenden Monaten wieder mit sinkender Arbeitslosigkeit. Einen kräftigen Jobaufschwung erwartet BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise allerdings nicht. "Wir sind auf einem guten Niveau. Da kann man nicht viel erwarten, da sind keine großen Sprünge drin", sagte Weise in Nürnberg. Auswirkungen der Ukraine-Krise fürchtet Weise vorerst nicht. Auch die neue Mindestlohnregelung, die ab dem kommenden Jahr wirksam wird, werde voraussichtlich keine größeren Folgen auf den Arbeitsmarkt haben.

Für das Gesamtjahr 2014 rechnen die Arbeitsmarktexperten vorerst mit einer Fortsetzung des Jobaufschwungs. Im Jahresschnitt gehen sie von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 90.000 bis 100.000 aus. Im Vorjahr war die Erwerbslosigkeit noch um mehr als 50.000 gestiegen. Die zum Wochenbeginn bekanntgewordene Sorge, der Arbeitsmarkt könnte im Sommer an Schwung verlieren, teilt etwa Allianz-Volkswirt Rolf Schneider nicht: "Dazu ist die konjunkturelle Antriebskraft zu groß. Der Export läuft gut, trotz des starken Euros und der politischen Turbulenzen in der Ukraine", betont der Bankenvertreter.

yps/DPA/AFP / DPA