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Verdienst-Check: Was verdient eigentlich ein Bademeister?

Nicht vom Beckenrand springen: Bademeister sorgen in Schwimmbädern für die Sicherheit der Badegäste. Doch offenbar fehlen in Deutschland neue Schwimmmeister. Liegt das am Gehalt?

Bademeister im Schwimmbad

Bademeister im Schwimmbad: Was verdienen die Rettungsschwimmer?

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Dieser Sommer war für Freibadfreunde bislang (zumindest im Norden) ein Fest. Warme Temperaturen und Sonne satt laden zum Plantschen im Wasser ein. Die Liegewiesen in Deutschlands Freibädern waren rappelvoll, auch im Wasser wurde der Platz knapp. Für Bademeister keine leichte Aufgabe hier für die Sicherheit der Schwimmer - und voll allem der Nichtschwimmer - zu sorgen.

Rettungsschwimmer oder Bademeister?

Ein noch größeres Problem: Längst nicht alle Freibäder verfügen überhaupt noch über einen ausgebildeten Schwimmmeister. Teilweise werden die Aufsichtsstellen mit Rettungsschwimmern besetzt. Hier gibt es klare Unterschiede zwischen den Berufsgruppen: Rettungsschwimmer besitzen mindestens das Schwimmabzeichen Silber (DRSA Silber) und haben einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Bademeister gibt es als Berufsgruppe eigentlich nicht. Hinter der antiquierten Bezeichnung stecken eigentlich Fachangestellte für Bäderbetriebe, die auch über das Silber-Abzeichen verfügen und eine dreijährige Ausbildung absolviert haben. Sie haben die Möglichkeit, sich in einer Meisterprüfung zum Schwimmmeister weiterqualifizieren zu können.

Das verdient ein Schwimmmeister

Fachangestellte für Bäderbetriebe bekommen während der Ausbildung zwischen 750 und 840 Euro. Danach beträgt das monatliche Brutto-Gehalt zwischen 2000 und 2300 Euro. Laut dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst verdienen Fachangestellte für Bäderbetriebe als Einstiegsgehalt rund 2200 Euro. Nach drei Jahren ist die Gehaltsstufe 3 möglich, dann werden knapp 2600 Euro monatlich gezahlt. Als Meister beginnt das Gehalt bei rund 2500 Euro.  

Allerdings: Die Arbeitszeiten sind sehr unregelmäßig. Gerade in Freibädern fallen in den Sommermonaten viele Überstunden an. Außerdem müssen Bademeister meist dann arbeiten, wenn andere frei haben - beispielsweise am Wochenende und in den Sommerferien. Rund 26.000 Schwimmmeister arbeiten in den rund 6500 Bädern in Deutschland - doch Schätzungen zufolge fehlen bis zu 3000 ausgebildete Bademeister.

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