Bezüge DaimlerChrysler will Manager nach Leistung bezahlen


Der Autohersteller DaimlerChrysler will die variablen Bezüge seiner Führungskräfte von 2005 an nach der erzielten Leistung bemessen und die bisherigen Aktienoptionen abschaffen.

Der Autohersteller DaimlerChrysler will die variablen Bezüge seiner Führungskräfte von 2005 an nach der erzielten Leistung bemessen und die bisherigen Aktienoptionen abschaffen. Einen entsprechenden Bericht der "Welt am Sonntag" bestätigte ein Konzernsprecher in Grundzügen. Auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Berlin werde das neue Modell vorgestellt, sagte der Sprecher in Stuttgart auf dpa-Anfrage. Die variable Vergütung richte sich künftig nach dem Wettbewerbsvergleich, der Wertschaffung im Unternehmen und dem Aktienkurs.

Dem Zeitungsbericht zufolge wird der Erfolg zur einen Hälfte an der erzielten Nettokapitalrendite gemessen, zur anderen an der Umsatzrendite. Dabei müssten die Kennziffern für drei Jahre im Durchschnitt mindestens auf Platz drei innerhalb einer vergleichbaren Gruppe von Autoherstellern liegen, sonst bleibe es beim Festgehalt.

Die Bezüge der Führungskräfte waren bei den letzten Aktionärstreffen stets angegriffen worden. Lars Labryga von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) sieht aber auch das neue Modell kritisch: Dass DaimlerChrysler gerade jetzt die variable Entlohnung der Führungskräfte ändere, habe vor allem auch den Grund, dass die Höhe dieser Zuwendungen von 2005 an bilanziert werden müsse. Ein Erfolg im Sinne der Aktionäre sei die Änderung nur, wenn die letzte Tranche des 2000 aufgelegten alten Optionsmodells auch tatsächlich nicht mehr ausgezahlt würde, sagte Labryga der Zeitung.


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