Diskriminierungsklage 1,5 Millionen Frauen gegen Wal-Mart


Wal-Mart steht eventuell die größte Sammelklage in der US-Geschichte bevor: Bis zu 1,5 Millionen Mitarbeiterinnen der Supermarkt-Kette könnten sich einer Diskriminierungsklage anschließen, die nun von einem Gericht zugelassen wurde.

Die weltweit größte Einzelhandelskette Wal-Mart hat in den USA im Streit um mögliche Diskriminierungen weiblicher Mitarbeiter vor Gericht eine schwere Niederlage erlitten. Nach einem Bericht des "San Francisco Chronicle" ließ ein Berufungsgericht in San Francisco eine entsprechende Massenklage von Mitarbeiterinnen wegen Benachteiligung gegenüber ihren männlichen Kollegen zu.

Die Richter bekräftigten damit ein früheres Urteil aus dem Jahr 2004. Damals hatte ein Bundesrichter eine 2001 von sechs Frauen eingereichte Diskriminierungsklage als Sammelklage zugelassen. Wal-Mart war gegen dieses Urteil in Berufung gegangen.

Die Zulassung der Sammelklage bedeutet nun, dass sich über 1,5 Millionen Wal-Mart-Mitarbeiterinnen der Klage anschließen können. Es wäre damit der größte private Bürgerrechtsfall in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

In der Klage wird Wal-Mart Diskriminierung vorgeworfen: Weibliche Angestellte seien bei Beförderungen übergangen und in vergleichbaren Jobs schlechter bezahlt worden als ihre männlichen Kollegen. Mehr als 700.000 der etwa 1,2 Millionen Wal-Mart-Mitarbeiter im Bezugsjahr 2001 waren Frauen.

Reuters Reuters

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